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CFO-Prompts · Liquidität & Finanzplanung

CFO-Prompts: 30 KI‑Prompts für Liquidität und Finanzplanung

Mit diesen CFO-Prompts rechnen ChatGPT und Claude das durch, was sonst ein CFO macht: Liquidität heute, 13-Wochen-Vorschau, Szenarien, Zahlungsziele und Jahresplan. Jede Antwort kommt mit Annahmen, Rechenweg und einem Gegencheck, der typische Rechenfehler abfängt.

Beispiel eines Chats mit Prompt 6: Nach dem Hochladen von Kontoumsätzen, offenen Posten und Kreditverträgen rechnet das Modell eine 13-Wochen-Vorschau. Ergebnis: In Woche 10 fällt der Kontostand auf 41.000 €, 9.000 € unter den Mindestbestand.

So läuft Prompt 6 im Chat. Beispiel mit erfundenen Zahlen.

Bevor du anfängst

Wo KI bei Liquiditätszahlen danebenliegt

Sprachmodelle rechnen schnell und formulieren überzeugend. Bei Finanzzahlen machen sie trotzdem immer wieder dieselben 7 Fehler. Die Grundeinstellung und jeder einzelne Prompt sind dagegen gebaut.

FehlerWas dann passiertWas dagegen hilft
Rechnung mit Geld verwechseltEine Rechnung wird am Rechnungsdatum als Eingang gebucht, obwohl der Kunde erfahrungsgemäß Wochen später zahlt. Die Vorschau ist zu gut.Liquidität zählt am Tag der Zahlung; Eingänge nach dem Zahlungsverhalten je Kunde.
Netto und brutto gemischtDer Plan rechnet mit Nettoumsätzen, das Konto bewegt Bruttobeträge. Die Umsatzsteuer fehlt auf beiden Seiten.Zahlungen immer brutto, Ergebniszahlen netto, jede Zahl beschriftet.
Monat und Jahr vertauschtAus einer BWA im PDF wird die aufgelaufene Spalte als Monatswert gelesen. Jede Folgerechnung ist um ein Vielfaches daneben.Erst einlesen und gegenrechnen (Prompt 28), dann auswerten.
Tiefpunkt zu früh gesuchtDas Modell meldet den ersten Monat, in dem es eng wird, als Tiefpunkt, obwohl der Kontostand danach weiter fällt.Tiefst- und Höchstwerte über den ganzen Zeitraum.
Termin am WochenendeEine Steuerzahlung wird auf einen Sonntag gelegt und landet in der falschen Kalenderwoche.Termine auf den nächsten Bankarbeitstag, Bundesland angeben.
Prozentpunkte mal EuroEine Abweichung von 2 Prozentpunkten wird mit dem Umsatz multipliziert, ohne durch 100 zu teilen. Das Ergebnis ist hundertfach zu groß.Prozentpunkte vor der Multiplikation durch 100 teilen.
Text widerspricht der TabelleIm Satz steht eine andere Zahl oder Reihenfolge als in der Tabelle darunter, weil das Modell den Text vor der Rechnung formuliert hat.Gegencheck am Ende jeder Antwort und die Gegenprobe im zweiten Chat (Prompt 29).

Schritt 1

Die Grundeinstellung

Alle 30 Prompts setzen sie voraus. Sie legt fest, wie gerechnet wird, was das Modell nicht tun darf und wie jede Antwort aufgebaut ist, bis hin zum Gegencheck am Ende.

  1. 1

    Einmal ablegen

    In Claude als Projektanweisung, in ChatGPT als Anweisung eines Projekts oder eines eigenen GPT.

  2. 2

    Code-Werkzeug einschalten

    Modelle rechnen im Kopf ungenau. Mit Code-Ausführung rechnen sie nach.

  3. 3

    Ein Chat je Frage

    Alte Zahlen im Verlauf vermischen sich mit neuen. Für jede Auswertung ein neuer Chat.

  4. 4

    Wichtiges gegenrechnen

    Bevor du entscheidest: Prompt 29 in einem frischen Chat.

Grundeinstellung

WER DU BIST
Du übernimmst die Aufgaben eines CFO für eine GmbH mit 10 bis 50
Mitarbeitenden, die keinen eigenen CFO und keine Finanzabteilung hat.
Dein Schwerpunkt ist die Liquidität. Du sprichst mit der Geschäftsführung:
direkt, auf Deutsch, ohne Fachwort, das du nicht erklärst.

WIE DU RECHNEST
- Liquidität zählt am Tag der Zahlung, nicht am Tag der Rechnung. Eine
  Rechnung wird erst Geld, wenn sie bezahlt ist.
- Zahlungen rechnest du brutto, so wie sie über das Konto laufen.
  Ergebniszahlen aus der BWA sind netto. Du sagst jedes Mal, welches von
  beiden du verwendest, und mischst sie nie in einer Rechnung.
- Monatswerte und Jahressummen hältst du auseinander. Jede Spalte bekommt
  eine Beschriftung mit Zeitraum.
- Prozentpunkte teilst du durch 100, bevor du sie mit Euro multiplizierst.
- Zahlungstermine auf Samstag, Sonntag oder Feiertag verschiebst du auf
  den nächsten Bankarbeitstag.
- Tiefst- und Höchstwerte suchst du über den ganzen Zeitraum, nicht nur
  bis zur ersten auffälligen Stelle.
- Rechnungen führst du mit dem Code-Werkzeug aus, sobald es verfügbar ist.

WAS DU NICHT TUST
- Du erfindest keine Zahl. Fehlt etwas, fragst du nach oder rechnest
  sichtbar ohne diesen Wert.
- Du brauchst keine echten Namen. Kunden heißen K1, K2 …, Lieferanten
  L1, L2 …
- Du gibst keine Steuer- oder Rechtsberatung. Wo eine Frage dorthin
  gehört, schreibst du „→ Steuerbüro“ oder „→ Rechtsberatung“.

WIE DEINE ANTWORT AUSSIEHT
1. Die Antwort auf meine Frage in einem Satz.
2. Annahmen: eine Liste, was du angenommen hast und warum.
3. Die Rechnung als Tabelle. Jede abgeleitete Zahl mit Formel.
4. Was ich diese Woche tun kann, höchstens drei Punkte.
5. Gegencheck: Passen Satz, Tabelle und Summen zusammen? Liegt jeder
   Termin im gefragten Zeitraum? Nenne, was du dabei korrigiert hast.

Schritt 2

Woher die Zahlen kommen

Ein Prompt ist so gut wie die Zahlen, die er bekommt. Was in geschweiften Klammern steht, {so}, setzt du ein: als angehängte Datei, als kopierte Tabelle oder als Zahl.

DatenWoherDamit es klappt
Kontostände und KontoumsätzefinbanBanken, alle Geschäftskonten und KreditkartenMindestens 12 Monate, für Saisonmuster 24. In finban laufen alle Bankkonten zusammen.
Offene Ausgangs- und EingangsrechnungenfinbanRechnungsprogramm, BuchhaltungMit Rechnungsdatum, Fälligkeit und Zahlungsdatum. In finban stehen sie neben den Kontoumsätzen.
Liquiditätsplan, SzenarienfinbanLiquiditätsplanungGrundlage für die Prompts 7, 11 bis 15, 20, 26 und 27. In finban rollierend aus Bank und Rechnungen.
BWASteuerbüro oder BuchhaltungAls CSV oder Excel anfordern statt als PDF. Sonst zuerst Prompt 28.
Verträge: Kredite, Leasing, Miete, AbosAblageNur Beträge, Laufzeiten, Fristen. Ohne sie fehlen in jeder Vorschau die größten Einzelzahlungen.
Steuerbescheide, VorauszahlungenSteuerbüro, Post vom FinanzamtTermine und Beträge reichen.

Vor dem ersten Upload: Kläre, wie dein KI-Anbieter mit eingegebenen Daten umgeht, ob sie zum Training genutzt werden und wo sie verarbeitet werden. Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende gibst du nur als Kürzel ein.

Schritt 3

Alle 30 Prompts

Jeder Prompt hat sein eigenes Bild; fahr mit der Maus darüber, dann läuft es. Aufklappen, kopieren, Klammern füllen. Mit dem Schalter kopierst du die Grundeinstellung gleich mit, falls du sie nicht als Projektanweisung abgelegt hast.

Wo stehe ich heute?

Der Kontostand allein sagt wenig. Diese Prompts zeigen, wie viel davon wirklich frei ist und wohin das Geld zuletzt geflossen ist.

PROMPT 01

Liquiditätsstatus in fünf Minuten

Wie viel Geld ist heute wirklich verfügbar, wenn man abzieht, was in den nächsten zwei Wochen sicher abgeht? Die Frage vor jeder Zahlungsfreigabe.

Du brauchst:Kontostände aller Kontenfällige Rechnungen der nächsten 14 TageGehaltstermin

Prompt 1 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Sag mir, wie viel Liquidität ich heute frei verfügen kann.

DU BEKOMMST
- {Kontostände aller Geschäftskonten mit Datum}
- {offene Eingangsrechnungen, fällig in den nächsten 14 Tagen}
- {offene Ausgangsrechnungen, fällig in den nächsten 14 Tagen}
- {Gehaltstermin und ungefähre Gehaltssumme}
- {Mindestbestand, der nie unterschritten werden soll}

SO GEHST DU VOR
1. Summe aller Kontostände.
2. Sichere Abgänge der nächsten 14 Tage: fällige Eingangsrechnungen,
   Gehälter, Sozialversicherung, Miete und andere feste Zahlungen.
3. Eingänge zählst du nur, wenn der Kunde in den letzten Monaten
   pünktlich gezahlt hat. Alle anderen führst du getrennt als „unsicher“.
4. Frei verfügbar = Kontostand minus sichere Abgänge plus sichere
   Eingänge minus Mindestbestand.

ZEIG MIR
- Tabelle: Position | Betrag | Datum | sicher/unsicher
- Zeile: frei verfügbar heute
- Zeile: frei verfügbar, wenn alle unsicheren Eingänge ausbleiben

Worauf der Prompt achtet

  • Eingänge zählen nur, wenn sie wahrscheinlich sind. Die unsicheren stehen sichtbar daneben.
  • Der Mindestbestand wird abgezogen, nicht nur erwähnt.
PROMPT 02

Wie viel vom Kontostand gehört dem Finanzamt?

Ein Teil des Kontostands ist Umsatzsteuer, einbehaltene Lohnsteuer und die Steuer auf den Gewinn bis heute. Der Prompt rechnet aus, was danach übrig bleibt.

Du brauchst:KontoständeRechnungen seit der letzten Umsatzsteuer-MeldungLohnabrechnungErgebnis bis heutegezahlte Vorauszahlungen

Prompt 2 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Ermittle, wie viel meines Kontostands schon für Steuern und Abgaben
gebunden ist.

DU BEKOMMST
- {Kontostände heute}
- {Ausgangs- und Eingangsrechnungen seit der letzten Umsatzsteuer-Meldung}
- {Lohnabrechnung des laufenden Monats}
- {Ergebnis des laufenden Jahres bis heute laut BWA}
- {im laufenden Jahr gezahlte Vorauszahlungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer}
- {Gewerbesteuer-Hebesatz der Gemeinde}

SO GEHST DU VOR
1. Umsatzsteuer: Steuer aus Ausgangsrechnungen minus Vorsteuer aus
   Eingangsrechnungen, für alle noch nicht bezahlten Zeiträume.
2. Lohnsteuer und Sozialversicherung, die einbehalten, aber noch nicht
   abgeführt sind.
3. Ertragsteuer bis heute, grob: Ergebnis x (15,825 % + 3,5 % x
   Hebesatz) minus gezahlte Vorauszahlungen. Ist der Wert negativ,
   setzt du 0 € an und nennst den Überhang getrennt.
4. Gebunden = Summe aus 1 bis 3. Frei = Kontostand minus gebunden.
Die Ertragsteuer ist eine Schätzung, keine Steuerberechnung → Steuerbüro.

ZEIG MIR
- Tabelle: Position | Betrag | fällig am | Rechenweg
- Zeile: frei nach Steuern
- Ein Satz: Wie viel müsste ich je Monat zurücklegen?

Worauf der Prompt achtet

  • Trennt Geld, das schon anderen gehört, von Geld, das der Firma gehört.
  • Ein Überhang an Vorauszahlungen wird nicht als Guthaben in die freie Liquidität gerechnet.
PROMPT 03

Reicht es bis nach dem Gehaltslauf?

Am Monatsende kommen Sozialversicherung, Gehälter und Miete fast gleichzeitig. Der Prompt zeigt Tag für Tag, ob das Konto bis zum Monatsersten trägt.

Du brauchst:KontostandLohnabrechnungfeste Zahlungen am Monatsendeerwartete Eingänge

Prompt 3 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Rechne Tag für Tag bis zum ersten Werktag des nächsten Monats, ob das
Konto über dem Mindestbestand bleibt.

DU BEKOMMST
- {Kontostand heute}
- {Gesamtbetrag Sozialversicherung und Nettogehälter}
- {Miete, Leasing, Kreditraten am Monatsende mit Datum}
- {erwartete Zahlungseingänge bis Monatsende mit Kunde und Datum}
- {Mindestbestand}
- {Bundesland}

SO GEHST DU VOR
1. Sozialversicherung ist am drittletzten Bankarbeitstag des Monats
   fällig, also vor dem Gehalt. Berechne das genaue Datum.
2. Gehälter zum Termin, den ich nenne.
3. Eingänge nur mit dem Datum, an dem dieser Kunde zuletzt tatsächlich
   gezahlt hat, nicht mit der Fälligkeit.
4. Kontostand je Tag, Tiefpunkt mit Datum.

ZEIG MIR
- Tabelle: Datum | Eingang | Ausgang | Kontostand
- Tiefpunkt und Abstand zum Mindestbestand
- Falls es nicht reicht: welche Zahlung sich am leichtesten verschieben lässt

Worauf der Prompt achtet

  • Die Sozialversicherung kommt vor dem Gehalt, das wird am häufigsten übersehen.
  • Eingänge werden nach dem Zahlungsverhalten datiert, nicht nach der Fälligkeit.
PROMPT 04

Wohin ist das Geld im letzten Quartal geflossen?

Aus den Kontoumsätzen wird eine einfache Geldflussrechnung: was das Geschäft erwirtschaftet hat, was in Investitionen ging und was in Tilgung und Entnahmen.

Du brauchst:Kontoumsätze der letzten 3 Monate, alle Konten

Prompt 4 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Erkläre mir, warum mein Kontostand heute anders ist als vor drei Monaten.

DU BEKOMMST
- {Kontoumsätze der letzten drei Monate, alle Konten, mit Verwendungszweck}
- {Kontostand zu Beginn und am Ende des Zeitraums}

SO GEHST DU VOR
1. Ordne jede Buchung einer Kategorie zu: Kundenzahlungen, Personal,
   Lieferanten und Dienstleister, Miete und Nebenkosten, Software,
   Steuern, Investitionen, Kredite (Auszahlung und Tilgung),
   Entnahmen und Ausschüttungen, Umbuchungen zwischen eigenen Konten.
2. Umbuchungen zwischen eigenen Konten zählen nicht als Zu- oder Abfluss.
3. Fasse zusammen: aus dem laufenden Geschäft, für Investitionen, für
   Finanzierung und Entnahmen.
4. Kontrolle: Anfangsbestand plus alle Flüsse = Endbestand.
5. Buchungen, die du nicht sicher zuordnen kannst, listest du getrennt.

ZEIG MIR
- Tabelle: Kategorie | Monat 1 | Monat 2 | Monat 3 | Summe
- Brücke: Anfangsbestand → Geschäft → Investitionen → Finanzierung → Endbestand
- Die fünf größten Einzelabflüsse

Worauf der Prompt achtet

  • Umbuchungen zwischen eigenen Konten werden herausgerechnet, sonst verdoppeln sich die Flüsse.
  • Die Kontrollsumme muss genau auf den Endbestand führen.

Liquidität planen

Von der ersten Planung aus Kontoumsätzen bis zur rollierenden 13-Wochen-Vorschau, und die Frage, wie gut die letzte Vorschau eigentlich war.

PROMPT 05

Die erste Liquiditätsplanung aus Kontoumsätzen

Wer noch keine Planung hat, hat trotzdem zwölf Monate Kontoumsätze. Daraus entsteht das Gerüst: wiederkehrende Zahlungen, Kategorien und ein Monatsprofil.

Du brauchst:Kontoumsätze der letzten 12 Monate, alle Konten

Prompt 5 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Baue aus meinen Kontoumsätzen das Gerüst einer Liquiditätsplanung für
die nächsten 12 Monate.

DU BEKOMMST
- {Kontoumsätze der letzten 12 Monate, alle Konten und Kreditkarten}
- {Kontostand heute}
- {bekannte Änderungen, z. B. neue Miete ab Monat X, Kredit läuft aus}

SO GEHST DU VOR
1. Finde wiederkehrende Zahlungen: gleicher Empfänger, regelmäßiger
   Abstand (monatlich, vierteljährlich, jährlich). Jahreszahlungen
   nicht übersehen.
2. Bilde Kategorien für Einnahmen und Ausgaben, höchstens zwölf.
3. Für Einnahmen: Durchschnitt je Monat und ob es ein Saisonmuster gibt.
4. Lege die bekannten Änderungen darüber.
5. Plane 12 Monate vorwärts: wiederkehrende Zahlungen zu ihren Terminen,
   Einnahmen nach Durchschnitt und Saison.

ZEIG MIR
- Liste der wiederkehrenden Zahlungen mit Rhythmus und Betrag
- Plan: Kategorie | Monat 1 … Monat 12, darunter Endbestand je Monat
- Welche drei Annahmen den Plan am stärksten bestimmen

Worauf der Prompt achtet

  • Jahres- und Quartalszahlungen werden gesucht, nicht nur monatliche.
  • Die drei stärksten Annahmen stehen am Ende, weil dort die Planung kippt.
PROMPT 06

Die 13-Wochen-Vorschau

Woche für Woche bis zum nächsten Quartal: offene Rechnungen, feste Zahlungen, Steuertermine und Kreditraten. Das Werkzeug für die Frage, ob es in drei Monaten eng wird.

Du brauchst:Kontoständeoffene RechnungenKontoumsätze 12 MonateSteuerbescheideKredit- und Leasingverträge

Prompt 6 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Erstelle eine Liquiditätsvorschau für die nächsten 13 Wochen.

DU BEKOMMST
- {Kontostände heute}
- {offene Ausgangsrechnungen mit Fälligkeit und Kunde}
- {offene Eingangsrechnungen mit Fälligkeit}
- {Kontoumsätze der letzten 12 Monate}
- {Vorauszahlungsbescheide für Körperschaft- und Gewerbesteuer}
- {Kredite, Leasing, Gesellschafterdarlehen mit Raten und Fälligkeiten}
- {Umsatzsteuer: monatlich oder mit Dauerfristverlängerung}
- {Bundesland und Mindestbestand}

SO GEHST DU VOR
1. Eingänge: offene Ausgangsrechnungen zum Termin, an dem der jeweilige
   Kunde erfahrungsgemäß zahlt (seine durchschnittliche Verspätung aus
   den Kontoumsätzen auf die Fälligkeit aufschlagen).
2. Ausgänge: offene Eingangsrechnungen zur Fälligkeit, wiederkehrende
   Zahlungen aus den Kontoumsätzen.
3. Abgaben: Lohnsteuer und Umsatzsteuer zum 10. des Folgemonats (mit
   Dauerfristverlängerung Umsatzsteuer einen Monat später),
   Sozialversicherung am drittletzten Bankarbeitstag,
   Körperschaftsteuer-Vorauszahlung am 10.3., 10.6., 10.9., 10.12.,
   Gewerbesteuer-Vorauszahlung am 15.2., 15.5., 15.8., 15.11.
4. Kreditraten und fällige Darlehen aus den Verträgen.
5. Alle Termine auf Wochenende oder Feiertag auf den nächsten
   Bankarbeitstag; Kalenderwochen nach ISO.
6. Wochen unter dem Mindestbestand markieren.

ZEIG MIR
- Tabelle: KW | Anfang | Eingänge | Ausgänge | Ende | größte Einzelposten
- Tiefpunkt mit Datum und Betrag
- Höchstens drei Maßnahmen, falls der Mindestbestand unterschritten wird

Worauf der Prompt achtet

  • Kunden zahlen so, wie sie immer zahlen, nicht wie es auf der Rechnung steht.
  • Darlehen und Leasing kommen aus den Verträgen, sonst fehlt die größte Einzelzahlung.
  • Die Sozialversicherung liegt vor dem Gehalt.
PROMPT 07

12 Monate in drei Szenarien

Eine Planung mit nur einer Linie verspricht eine Genauigkeit, die es nicht gibt. Der Prompt rechnet eine vorsichtige, eine erwartete und eine gute Variante.

Du brauchst:Liquiditätsplan oder Kontoumsätze 12 MonateUmsatzannahmengeplante Ausgaben

Prompt 7 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Rechne meinen Liquiditätsplan für 12 Monate in drei Szenarien.

DU BEKOMMST
- {bestehender Plan oder Kontoumsätze der letzten 12 Monate}
- {Kontostand heute, Mindestbestand}
- {Umsatzerwartung je Monat, falls vorhanden}
- {geplante größere Ausgaben mit Monat}

SO GEHST DU VOR
1. Erwartet: mein Plan, wie er ist.
2. Vorsichtig: Umsatz 15 % unter Plan, Zahlungseingänge 14 Tage später,
   Ausgaben wie geplant. Wenn ich andere Werte nenne, nimm meine.
3. Gut: Umsatz 10 % über Plan, Zahlungseingänge wie bisher.
4. Je Szenario Endbestand je Monat und Tiefpunkt über alle 12 Monate.
5. Wie groß müsste eine Kreditlinie sein, damit auch das vorsichtige
   Szenario nie unter den Mindestbestand fällt?

ZEIG MIR
- Tabelle: Monat | vorsichtig | erwartet | gut
- Zeile je Szenario: Tiefpunkt, Monat des Tiefpunkts
- Zeile: nötige Kreditlinie für das vorsichtige Szenario

Worauf der Prompt achtet

  • Die Abweichungen der Szenarien stehen als Annahmen da und lassen sich ändern.
  • Aus dem vorsichtigen Szenario folgt eine konkrete Zahl für die Kreditlinie.
PROMPT 08

Zahlungseingänge realistisch planen

Die meisten Planungen sind bei den Eingängen zu optimistisch. Der Prompt misst, wie jeder Kunde wirklich zahlt, und gewichtet Angebote nach ihrer Chance.

Du brauchst:bezahlte Rechnungen 12 Monateoffene Rechnungenoffene Angebote mit Chance

Prompt 8 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Plane meine Zahlungseingänge der nächsten drei Monate so, wie sie
wahrscheinlich kommen.

DU BEKOMMST
- {bezahlte Ausgangsrechnungen der letzten 12 Monate mit Fälligkeit und Zahlungsdatum}
- {offene Ausgangsrechnungen}
- {offene Angebote mit Betrag, erwartetem Auftragsmonat und meiner Einschätzung der Chance in %}

SO GEHST DU VOR
1. Je Kunde: durchschnittliche Tage zwischen Fälligkeit und Zahlung,
   gewichtet nach Betrag. Kunden mit weniger als drei Rechnungen
   bekommen den Durchschnitt aller Kunden.
2. Offene Rechnungen zum erwarteten Zahlungstermin.
3. Angebote: Betrag x Chance, eingeplant im Auftragsmonat plus
   Leistungszeit plus Zahlungsziel plus übliche Verspätung.
4. Getrennt ausweisen: sicher (offene Rechnungen) und gewichtet (Angebote).

ZEIG MIR
- Tabelle Kunden: Kunde | Rechnungen | Ø Tage nach Fälligkeit
- Tabelle Monat | sichere Eingänge | gewichtete Eingänge | Summe
- Ein Satz: Wie viel meiner Planung hängt an Angeboten?

Worauf der Prompt achtet

  • Angebote werden gewichtet und getrennt gezeigt, nie mit festen Rechnungen vermischt.
  • Kunden mit zu wenig Historie bekommen keinen Zufallswert.
PROMPT 09

Wie gut war meine letzte Vorschau?

Eine Planung wird nur besser, wenn du sie gegen das hältst, was dann passiert ist. Der Prompt vergleicht die Vorschau von vor einigen Wochen mit dem Konto.

Du brauchst:frühere Vorschau mit DatumKontoumsätze seitdem

Prompt 9 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Vergleiche eine frühere Liquiditätsvorschau mit dem, was tatsächlich
passiert ist, und sag mir, welche Annahme ich ändern sollte.

DU BEKOMMST
- {Vorschau mit Erstellungsdatum, wochen- oder monatsweise}
- {Kontoumsätze seit dem Erstellungsdatum}

SO GEHST DU VOR
1. Je Woche oder Monat: geplanter und tatsächlicher Endbestand.
2. Je Kategorie: Plan, Ist, Abweichung.
3. Liegt die Vorschau in mehr als zwei Dritteln der Zeiträume auf
   derselben Seite? Dann ist sie verzerrt, nicht zufällig daneben.
4. Die größten Einzelabweichungen mit Ursache: später, früher, höher,
   niedriger, nicht geplant.

ZEIG MIR
- Tabelle: Zeitraum | Plan | Ist | Abweichung
- Tabelle: Kategorie | Plan | Ist | Abweichung | Ursache
- Höchstens drei geänderte Annahmen für die nächste Vorschau

Worauf der Prompt achtet

  • Unterscheidet Zufall von einer Planung, die systematisch zu optimistisch ist.
PROMPT 10

Saisonmuster erkennen

Viele Firmen haben ein Jahresprofil, das sie nur gefühlt kennen. Aus zwei Jahren Kontoumsätzen wird es sichtbar, mit den Monaten, in denen es regelmäßig eng wird.

Du brauchst:Kontoumsätze der letzten 24 Monate

Prompt 10 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Zeig mir das Saisonmuster meiner Ein- und Auszahlungen.

DU BEKOMMST
- {Kontoumsätze der letzten 24 Monate, alle Konten}

SO GEHST DU VOR
1. Ein- und Auszahlungen je Kalendermonat, beide Jahre getrennt.
2. Saisonfaktor je Monat = Monatswert / Monatsdurchschnitt des Jahres,
   für beide Jahre, dann gemittelt.
3. Einmalige große Zahlungen (z. B. Investitionen, Kreditauszahlung)
   rechnest du vorher heraus und nennst sie.
4. Monate, in denen die Auszahlungen in beiden Jahren über den
   Einzahlungen lagen.

ZEIG MIR
- Tabelle: Monat | Faktor Einzahlungen | Faktor Auszahlungen | Netto Jahr 1 | Netto Jahr 2
- Die regelmäßig engen Monate und was sie verursacht
- Ein Satz, wie ich die Faktoren in meine Planung übernehme

Worauf der Prompt achtet

  • Einmaleffekte werden vor der Saisonrechnung entfernt, sonst wird ein Zufall zum Muster.

Was wäre, wenn …

Eine Einstellung, ein Großauftrag, ein Kunde, der wegfällt: Jede Entscheidung verschiebt den Liquiditätsverlauf. Hier wird sie vorher durchgerechnet.

PROMPT 11

Drei Schocks für die Liquidität

Umsatz bricht ein, der größte Kunde geht, alle zahlen später: Der Prompt zeigt für jeden Fall, wann das Geld unter den Mindestbestand fällt und wie viel Puffer fehlt.

Du brauchst:Liquiditätsplan 12 MonateUmsatz je KundeMindestbestand

Prompt 11 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Teste meinen Liquiditätsplan gegen drei Schocks.

DU BEKOMMST
- {Liquiditätsplan der nächsten 12 Monate, monatlich}
- {Umsatz je Kunde der letzten 12 Monate}
- {Kontostand heute, Mindestbestand}

SO GEHST DU VOR
1. Schock A: Umsatz ab nächstem Monat 20 % niedriger, Kosten unverändert.
2. Schock B: Der umsatzstärkste Kunde fällt ab nächstem Monat weg. Seine
   Eingänge fallen weg, ebenso die Kosten, die nur für ihn anfallen,
   und die Umsatzsteuer auf seinen Umsatz.
3. Schock C: Alle Kunden zahlen 30 Tage später als bisher.
4. Je Schock Monat für Monat über alle 12 Monate rechnen.
5. Je Schock: erster Monat unter Mindestbestand, tiefster Stand über
   den ganzen Zeitraum, nötiger Puffer.

ZEIG MIR
- Tabelle: Monat | Plan | A | B | C
- Tabelle: Schock | erster Monat unter Mindestbestand | Tiefpunkt | nötiger Puffer
- Zwei Maßnahmen, die du jetzt einleiten würdest, solange die Zahlen gut sind

Worauf der Prompt achtet

  • Der Tiefpunkt wird über alle zwölf Monate gesucht, nicht beim ersten Einbruch.
  • Mit einem wegfallenden Kunden fällt auch Umsatzsteuer weg, das mildert den Schock.
PROMPT 12

Neue Stelle: Ab wann trägt sie sich?

Eine Einstellung kostet ab dem ersten Monat, der Umsatz kommt später. Der Prompt zeigt, wie tief die Liquidität dazwischen fällt.

Du brauchst:Liquiditätsplan 12 MonateGehalt und Nebenkostenerwarteter Umsatzbeitrag

Prompt 12 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Rechne die Liquiditätswirkung einer Einstellung über 12 Monate.

DU BEKOMMST
- {Liquiditätsplan der nächsten 12 Monate ohne die Stelle}
- {Bruttogehalt, Arbeitgeberanteil Sozialversicherung in %, Startmonat}
- {einmalige Kosten: Recruiting, Ausstattung}
- {zusätzlicher Umsatz je Monat, mit Hochlauf}
- {Zahlungsziel meiner Kunden in Tagen, Mindestbestand}

SO GEHST DU VOR
1. Monatliche Kosten = Bruttogehalt x (1 + Arbeitgeberanteil).
2. Der zusätzliche Umsatz kommt erst nach Leistung plus Zahlungsziel
   aufs Konto.
3. Monatsverlauf mit und ohne Stelle.
4. Tiefpunkt mit Stelle über alle 12 Monate.
5. Monat, ab dem die kumulierten Eingänge die kumulierten Kosten
   übersteigen.
6. Dasselbe, wenn der Hochlauf drei Monate länger dauert.

ZEIG MIR
- Tabelle: Monat | ohne Stelle | mit Stelle | Differenz kumuliert
- Zeilen: Tiefpunkt, Monat des Ausgleichs, Wirkung von drei Monaten Verzug

Worauf der Prompt achtet

  • Gehalt zahlt sich sofort, Umsatz erst nach dem Zahlungsziel.
  • Drei Monate längerer Hochlauf sind eingebaut, weil das der häufigste Planungsfehler ist.
PROMPT 13

Großauftrag: Wie viel muss ich vorfinanzieren?

Ein großer Auftrag kann die Liquidität leeren, bevor er Geld bringt. Der Prompt rechnet die Vorfinanzierung und was Abschlagsrechnungen daran ändern.

Du brauchst:Auftragsvolumen und LaufzeitKosten je MonatZahlungsplan des KundenLiquiditätsplan

Prompt 13 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Rechne, wie viel ich für einen Auftrag vorfinanzieren muss, mit dem
aktuellen Zahlungsplan und mit Abschlägen.

DU BEKOMMST
- {Auftragsvolumen netto, Laufzeit in Monaten}
- {Kosten je Monat: Personal, Fremdleistungen, Material}
- {Zahlungsplan heute, z. B. 100 % nach Abnahme}
- {Alternative, z. B. 30 % bei Start, 40 % zur Halbzeit, 30 % nach Abnahme}
- {Zahlungsziel, Liquiditätsplan ohne den Auftrag, Mindestbestand}

SO GEHST DU VOR
1. Je Monat: Auszahlungen für den Auftrag, Eingänge nach Zahlungsziel,
   beides brutto.
2. Höchste Vorfinanzierung = tiefster kumulierter Saldo des Auftrags.
3. Gesamtliquidität mit Auftrag, für beide Zahlungspläne.
4. Ab welchem Abschlag zu Beginn bleibt der Mindestbestand gewahrt?

ZEIG MIR
- Tabelle: Monat | Saldo Auftrag heute | Saldo mit Abschlägen | Konto heute | Konto mit Abschlägen
- Zeilen: höchste Vorfinanzierung je Variante, nötiger Startabschlag
- Ein Satz, wie ich den Abschlag dem Kunden gegenüber begründe

Worauf der Prompt achtet

  • Eine Rechnung ist erst Liquidität, wenn sie bezahlt ist; das Zahlungsziel wird eingerechnet.
  • Liefert eine konkrete Abschlagshöhe statt eines allgemeinen Rats.
PROMPT 14

Kaufen, leasen oder finanzieren

Bei einer Investition entscheidet oft nicht der Preis, sondern was sie mit dem Kontostand macht. Der Prompt legt drei Wege nebeneinander.

Du brauchst:InvestitionLeasing- und KreditangebotLiquiditätsplan

Prompt 14 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Vergleiche Barkauf, Leasing und Kreditfinanzierung danach, was sie mit
meiner Liquidität machen.

DU BEKOMMST
- {Investition: Preis brutto, Monat der Anschaffung, Nutzungsdauer}
- {Leasing: Rate, Laufzeit, Anzahlung, Restwert}
- {Kredit: Betrag, Zins, Laufzeit, Tilgungsart}
- {Liquiditätsplan der nächsten 12 bis 36 Monate, Mindestbestand}

SO GEHST DU VOR
1. Je Variante die Zahlungen Monat für Monat über die Laufzeit.
2. Vorsteuer aus dem Kaufpreis bzw. den Raten fließt mit der nächsten
   Umsatzsteuer-Meldung zurück, sofern die GmbH vorsteuerabzugsberechtigt ist.
3. Liquiditätsverlauf je Variante, Tiefpunkt über die ganze Laufzeit.
4. Summe aller Zahlungen je Variante.
5. Steuerliche Wirkung (Abschreibung, Raten als Betriebsausgabe) nur
   als Hinweis → Steuerbüro.

ZEIG MIR
- Tabelle: Variante | Zahlungen gesamt | Tiefpunkt | Monat des Tiefpunkts
- Monatsverlauf der drei Varianten
- Empfehlung in zwei Sätzen, aus Sicht der Liquidität

Worauf der Prompt achtet

  • Die zurückfließende Vorsteuer wird eingeplant, sonst sieht der Barkauf schlechter aus als er ist.
  • Die Steuerwirkung bleibt ein Hinweis fürs Steuerbüro, keine eigene Berechnung.
PROMPT 15

Wie viel Geld bindet Wachstum?

Mehr Umsatz heißt zuerst mehr offene Rechnungen und mehr Vorleistung. Der Prompt rechnet, wie viel Liquidität ein Wachstumsziel bindet, bevor es Geld bringt.

Du brauchst:Umsatz und WachstumszielZahlungsziele Kunden und LieferantenFremdleistungsanteil

Prompt 15 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Rechne, wie viel zusätzliche Liquidität mein Wachstumsziel bindet.

DU BEKOMMST
- {Jahresumsatz heute und Ziel in 12 Monaten, netto}
- {durchschnittliche Tage, bis Kunden zahlen}
- {durchschnittliche Tage, bis ich Lieferanten zahle}
- {Anteil Material und Fremdleistungen am Umsatz in %}
- {geplante Einstellungen für das Wachstum mit Monat und Kosten}

SO GEHST DU VOR
1. Mehr Forderungen = zusätzlicher Umsatz brutto x Kundentage / 365.
2. Mehr Lieferantenkredit = zusätzlicher Einkauf brutto x Lieferantentage / 365.
3. Gebundenes Kapital = 1 minus 2.
4. Personalkosten, die vor dem Umsatz anfallen, Monat für Monat dazu.
5. Wie verändert sich das gebundene Kapital, wenn Kunden zehn Tage
   schneller zahlen?

ZEIG MIR
- Tabelle: Position | Betrag | Rechenweg
- Zeile: Liquiditätsbedarf für das Wachstumsziel
- Zeile: Wirkung von zehn Tagen schnellerer Zahlung

Worauf der Prompt achtet

  • Rechnet brutto, weil Forderungen brutto offen sind.
  • Zeigt den Hebel Zahlungsziel neben dem Bedarf, damit eine Handlung folgt.
PROMPT 16

Preiserhöhung: Wie viel Absatz darfst du verlieren?

Eine Preiserhöhung lohnt sich, solange weniger Menge wegfällt, als sie an Marge bringt. Der Prompt rechnet die Grenze für mehrere Erhöhungen.

Du brauchst:Umsatz und Rohertrag je Produkt oder Kundengruppegeplante Erhöhungen

Prompt 16 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Berechne, wie viel Absatz eine Preiserhöhung kosten darf, bevor der
Rohertrag sinkt.

DU BEKOMMST
- {Umsatz und Rohertrag je Produkt oder Kundengruppe, letzte 12 Monate}
- {geplante Erhöhungen, z. B. 3 %, 5 %, 8 %}

SO GEHST DU VOR
1. Rohertragsquote m = Rohertrag / Umsatz, je Zeile.
2. Für jede Erhöhung p: maximaler Mengenrückgang = p / (m + p).
3. Zusätzlicher Rohertrag, wenn die Menge gleich bleibt.
4. Liquiditätswirkung: ab wann der Mehrertrag auf dem Konto ankommt.

ZEIG MIR
- Tabelle: Zeile | m | Erhöhung | max. Mengenrückgang | Mehrertrag je Jahr
- Zwei Sätze, wo eine Erhöhung am wenigsten riskant ist

Worauf der Prompt achtet

  • Die Formel steht im Prompt, damit nicht mit der Umsatz- statt der Margenquote gerechnet wird.

Geld schneller aufs Konto

In offenen Rechnungen, Zahlungszielen und vergessenen Abos steckt oft mehr Liquidität als in einem Kredit.

PROMPT 17

Wer zahlt anders als sonst?

Ein Kunde, der plötzlich später zahlt, ist ein früheres Warnsignal als jede Mahnstufe. Der Prompt vergleicht jeden Kunden mit sich selbst und schreibt die Erinnerung.

Du brauchst:Ausgangsrechnungen 12 Monate, offen und bezahlt

Prompt 17 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Finde Kunden, die anders zahlen als sonst, und sortiere, wen ich zuerst
anspreche.

DU BEKOMMST
- {Ausgangsrechnungen der letzten 12 Monate mit Fälligkeit, Zahlungsdatum oder „offen“}

SO GEHST DU VOR
1. Je Kunde: übliche Tage nach Fälligkeit in den letzten 12 Monaten.
   Alle Tage zählst du ab Fälligkeit, nie ab Rechnungsdatum.
2. Je offener Rechnung: heutige Tage nach Fälligkeit.
3. Auffällig, wenn heute mindestens doppelt so viele Tage und mindestens
   14 Tage mehr als üblich.
4. Reihenfolge nach offenem Betrag x Tage nach Fälligkeit. Den Wert
   zeigst du, und die Reihenfolge folgt ihm.
5. Für die ersten drei: eine kurze, freundliche Zahlungserinnerung mit
   Rechnungsnummer, Betrag und neuem Termin. Nichts versenden.

ZEIG MIR
- Tabelle: Kunde | offen | Tage heute | Tage üblich | auffällig | Wert | Rang
- Summe offen nach 0–30, 31–60, über 60 Tagen
- Die Entwürfe

Worauf der Prompt achtet

  • Jeder Kunde wird an seinem eigenen Verhalten gemessen, nicht an einer festen Mahnfrist.
  • Der Sortierwert steht in der Tabelle, damit die Reihenfolge nachprüfbar ist.
PROMPT 18

Zahlungsziele und Skonto

Wie lange dauert es, bis Kunden zahlen, wie schnell zahlst du selbst, und lohnt sich das Skonto, das du nimmst oder gibst? Der Prompt beziffert jede Stellschraube in Euro.

Du brauchst:Ausgangs- und Eingangsrechnungen 12 Monate mit ZahlungsdatumSkontokonditionen

Prompt 18 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Beziffere, wie viel Liquidität in meinen Zahlungszielen steckt.

DU BEKOMMST
- {Ausgangsrechnungen der letzten 12 Monate mit Rechnungs- und Zahlungsdatum}
- {Eingangsrechnungen der letzten 12 Monate mit Eingangs- und Zahlungsdatum}
- {Skontokonditionen meiner Lieferanten und meine eigenen}
- {Zielwerte in Tagen, falls vorhanden}

SO GEHST DU VOR
Alles brutto.
1. Kundentage = durchschnittliche Tage bis Zahlung, nach Betrag gewichtet.
2. Lieferantentage = dasselbe für meine Zahlungen.
3. Je Tag weniger Kundentage werden Jahresumsatz / 365 frei; je Tag
   mehr Lieferantentage Einkaufsvolumen / 365.
4. Skonto als Jahreszins = Skontosatz / (1 minus Skontosatz) x 365 /
   (Zahlungsziel minus Skontofrist). Liegt der über meinem Kreditzins,
   lohnt das Skonto.
5. Lieferanten, die ich früh bezahle, ohne Skonto zu bekommen.

ZEIG MIR
- Tabelle: Kennzahl | heute | Ziel | frei werdende Liquidität
- Tabelle: Lieferant | Kondition | Jahreszins | nutzen ja/nein
- Liste: früh bezahlt ohne Skonto

Worauf der Prompt achtet

  • Skonto wird als Jahreszins gerechnet, dann ist die Entscheidung eine einfache Zinsfrage.
PROMPT 19

Abos und Verträge mit Kündigungsterminen

Abos und Verträge laufen unbemerkt weiter und werden teurer. Der Prompt findet sie im Kontoverlauf und sagt, bis wann du kündigen musst.

Du brauchst:Kontoumsätze 12 Monate inkl. KreditkartenVertragslaufzeitenNutzerzahlen (optional)

Prompt 19 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Liste alle wiederkehrenden Zahlungen mit Einsparmöglichkeit und
nächstem Kündigungstermin.

DU BEKOMMST
- {Kontoumsätze der letzten 12 Monate, alle Konten und Kreditkarten}
- {Laufzeiten und Kündigungsfristen, soweit bekannt}
- {aktive Nutzer je Software, Zahl der Mitarbeitenden, optional}

SO GEHST DU VOR
1. Wiederkehrend: mindestens drei Zahlungen an denselben Empfänger in
   festem Abstand, oder eine Jahreszahlung mit Vorjahreswert.
2. Alle Beträge auf den Monat umrechnen.
3. Teurer geworden: mehr als 10 % über der ersten Zahlung im Zeitraum.
4. Doppelt: zwei Anbieter für denselben Zweck.
5. Zu viele Lizenzen: bezahlte Plätze über aktiven Nutzern.
6. Nächster Kündigungstermin und spätestes Kündigungsdatum.

ZEIG MIR
- Tabelle: Empfänger | Zweck | je Monat | Befund | Ersparnis je Monat | kündigen bis
- Summe je Monat und je Jahr
- Die Termine der nächsten 90 Tage zuerst

Worauf der Prompt achtet

  • Jahreszahlungen werden gesucht, sie fallen in Monatsauswertungen am leichtesten durch.
  • Das späteste Kündigungsdatum steht da, nicht nur das Vertragsende.
PROMPT 20

Ausgaben nach Wirkung auf den Tiefpunkt sortieren

Wenn es eng wird, zählt nicht, was am meisten kostet, sondern was den Tiefpunkt am stärksten hebt. Der Prompt sortiert verschiebbare und kürzbare Ausgaben danach.

Du brauchst:13-Wochen-Vorschaugeplante Ausgaben mit Spielraum

Prompt 20 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Sag mir, welche Ausgaben ich verschieben oder kürzen sollte, damit mein
Tiefpunkt steigt.

DU BEKOMMST
- {13-Wochen-Vorschau mit Tiefpunkt}
- {geplante Ausgaben mit Betrag, Datum und ob verschiebbar, kürzbar oder fest}

SO GEHST DU VOR
1. Nur Ausgaben vor dem Tiefpunkt heben ihn. Spätere ignorierst du.
2. Je Ausgabe: um wie viel steigt der Tiefpunkt, wenn sie hinter den
   Tiefpunkt verschoben oder gekürzt wird?
3. Sortiere nach dieser Wirkung, nicht nach Betrag.
4. Prüfe, ob durch das Verschieben ein neuer, späterer Tiefpunkt entsteht.

ZEIG MIR
- Tabelle: Ausgabe | Betrag | Datum | Maßnahme | Wirkung auf Tiefpunkt
- Neuer Tiefpunkt nach den drei wirksamsten Maßnahmen, mit Datum

Worauf der Prompt achtet

  • Eine Ausgabe nach dem Tiefpunkt zu kürzen hilft dem Tiefpunkt nicht. Der Prompt sortiert sie aus.
  • Verschieben kann einen neuen Tiefpunkt erzeugen; der wird mitgeprüft.

Finanzplan und Ergebnis

Jahresplan, Hochrechnung und Umsatzschwelle, und die Brücke zwischen Gewinn und Kontostand, an der die meisten Planungen scheitern.

PROMPT 21

Den Jahresplan aufstellen

Ein Finanzplan für das nächste Jahr aus Vorjahreszahlen und deinen Annahmen: Umsatz, Kosten, Ergebnis und Liquidität, Monat für Monat und aufeinander abgestimmt.

Du brauchst:BWA des VorjahresKontostandAnnahmen zu Umsatz, Personal, Investitionen

Prompt 21 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Stelle meinen Finanzplan für das nächste Geschäftsjahr auf, mit
Ergebnis- und Liquiditätsplan.

DU BEKOMMST
- {BWA des Vorjahres, Monatswerte}
- {Kontostand zum Jahresbeginn}
- {Umsatzannahme: Wachstum in % oder Umsatz je Monat}
- {Personal: heutige Kosten, geplante Einstellungen und Gehaltsrunden mit Monat}
- {Investitionen, Kredite, Ausschüttungen mit Monat}
- {Zahlungsziele Kunden und Lieferanten}

SO GEHST DU VOR
1. Ergebnisplan je Monat: Umsatz, Material und Fremdleistungen,
   Personal, übrige Kosten, Ergebnis. Kosten ohne Annahme wie im Vorjahr.
2. Liquiditätsplan je Monat: Ergebnis in Zahlungen übersetzen
   (Zahlungsziele, Umsatzsteuer, Investitionen, Tilgung, Ausschüttung,
   Steuervorauszahlungen).
3. Abstimmung: Ergebnis des Jahres und Veränderung des Kontostands
   müssen sich über eine Brücke erklären lassen.
4. Monate unter dem Mindestbestand markieren.

ZEIG MIR
- Ergebnisplan: Zeile | Monat 1 … 12 | Jahr
- Liquiditätsplan: Zeile | Monat 1 … 12, darunter Endbestand
- Brücke Ergebnis → Kontostand
- Die drei Annahmen mit dem größten Einfluss

Worauf der Prompt achtet

  • Ergebnis- und Liquiditätsplan werden über eine Brücke abgestimmt, statt nebeneinander zu stehen.
PROMPT 22

Wo landet das Jahr?

Plan und Ist nebeneinander, dazu eine Hochrechnung als Spanne. Der Prompt sagt, welche zwei Zeilen den Abstand zum Plan erklären.

Du brauchst:BWA laufendes Jahr, MonatswerteJahresplan je Monat

Prompt 22 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Vergleiche Plan und Ist und rechne hoch, wo mein Jahresergebnis landet.

DU BEKOMMST
- {BWA des laufenden Jahres, Monatswerte}
- {Jahresplan je Monat und Zeile}

SO GEHST DU VOR
1. Plan gegen Ist bis zum letzten abgeschlossenen Monat, je Zeile.
2. Hochrechnung „Plan hält“: Ist bisher plus Plan der restlichen Monate.
3. Hochrechnung „Trend hält“: je Zeile Ist bisher plus Plan der
   restlichen Monate x (Ist bisher / Plan bisher). Das Ergebnis ergibt
   sich aus den Zeilen.
4. Hochrechnung „letzte drei Monate“: Ist bisher plus Durchschnitt der
   letzten drei Monate x restliche Monate.
5. Die zwei Zeilen, die den Abstand zum Plan am meisten erklären.

ZEIG MIR
- Tabelle: Zeile | Plan bisher | Ist bisher | Abweichung
- Tabelle: Jahresergebnis Plan | Plan hält | Trend hält | letzte drei Monate
- Höchstens drei Gegenmaßnahmen mit geschätzter Wirkung

Worauf der Prompt achtet

  • Die Trendrechnung läuft je Zeile; das Ergebnis direkt hochzurechnen ergibt eine andere Zahl.
  • Drei Methoden ergeben eine Spanne statt einer Scheingenauigkeit.
PROMPT 23

Die Umsatzschwelle

Ab welchem Monatsumsatz verdient die Firma Geld, und wie viel Abstand ist da heute? Mit einer geplanten Änderung im Vergleich.

Du brauchst:BWA der letzten 6 Monategeplante Änderung

Prompt 23 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Berechne meine monatliche Umsatzschwelle und den Abstand dazu.

DU BEKOMMST
- {BWA der letzten sechs Monate, Monatswerte}
- {geplante Änderung, z. B. neue Stelle, neue Miete, Preisänderung}

SO GEHST DU VOR
1. Feste Kosten je Monat = Durchschnitt der letzten sechs Monate aller
   Kosten ohne Material und Fremdleistungen.
2. Rohertragsquote = Summe Rohertrag / Summe Umsatz der sechs Monate.
3. Umsatzschwelle = feste Kosten / Rohertragsquote.
4. Abstand = (Durchschnittsumsatz minus Schwelle) / Durchschnittsumsatz.
5. Dasselbe mit der geplanten Änderung. Alle anderen Werte bleiben gleich.

ZEIG MIR
- Tabelle: Variante | feste Kosten | Rohertragsquote | Schwelle | Abstand
- Ein Satz: Wie viele schwache Monate verträgt die Firma heute?

Worauf der Prompt achtet

  • Die Quote wird aus Summen gebildet, nicht als Durchschnitt von Monatsquoten.
  • In der Vergleichsvariante ändert sich nur, was die Änderung betrifft.
PROMPT 24

Gewinn da, Geld nicht: die Brücke

Die BWA zeigt Gewinn, das Konto nicht. Der Prompt erklärt Schritt für Schritt, wo der Unterschied steckt: Forderungen, Investitionen, Tilgung, Steuern, Entnahmen.

Du brauchst:BWA des ZeitraumsKontostände Anfang und Endeoffene Posten Anfang und EndeInvestitionen, Tilgungen, Entnahmen

Prompt 24 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Erkläre, warum mein Ergebnis und die Veränderung meines Kontostands im
selben Zeitraum nicht übereinstimmen.

DU BEKOMMST
- {Ergebnis laut BWA für den Zeitraum}
- {Kontostände am Anfang und am Ende}
- {offene Forderungen und offene Verbindlichkeiten am Anfang und am Ende}
- {Abschreibungen laut BWA}
- {Investitionen, Kreditauszahlungen, Tilgungen, Entnahmen und Ausschüttungen im Zeitraum}
- {gezahlte Ertragsteuern im Zeitraum}

SO GEHST DU VOR
1. Start: Ergebnis.
2. Plus Abschreibungen (kosten kein Geld).
3. Minus Anstieg der Forderungen, plus Anstieg der Verbindlichkeiten.
4. Minus Investitionen.
5. Plus Kreditauszahlungen, minus Tilgungen.
6. Minus Entnahmen und Ausschüttungen, minus gezahlte Steuern.
7. Ergebnis der Brücke gegen die tatsächliche Kontoveränderung. Eine
   Differenz weist du als eigene Zeile aus und nennst mögliche Ursachen
   (Umsatzsteuer, Anzahlungen, Vorräte).

ZEIG MIR
- Brücke: Schritt | Betrag | Stand
- Ein Satz in einfacher Sprache für die Gesellschafter

Worauf der Prompt achtet

  • Die Restdifferenz bleibt sichtbar stehen, statt in einer Sammelposition zu verschwinden.

Bank und Absicherung

Was die Bank sehen will, bevor sie finanziert, und wie du Warnsignale früh genug bemerkst.

PROMPT 25

Kapitaldienstfähigkeit vor dem Kreditantrag

Die Bank will wissen, ob Zins und Tilgung aus dem laufenden Geschäft bezahlt werden können. Der Prompt rechnet das vorher, mit und ohne den neuen Kredit.

Du brauchst:Jahresabschluss oder BWA 12 Monatebestehende Krediteneuer Kreditgeplante Ausschüttungen

Prompt 25 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Berechne, ob meine GmbH einen neuen Kredit aus dem laufenden Geschäft
bedienen kann.

DU BEKOMMST
- {Jahresabschluss oder BWA der letzten 12 Monate}
- {bestehende Kredite: Restschuld, Zins, Tilgung je Jahr}
- {neuer Kredit: Betrag, Zins, Laufzeit, Tilgungsart}
- {geplante Ausschüttungen oder Entnahmen je Jahr}
- {Mindestwert, den meine Bank ansetzt, falls bekannt}

SO GEHST DU VOR
1. Verfügbar für Zins und Tilgung = Ergebnis nach Steuern +
   Abschreibungen + Zinsaufwand minus Ausschüttungen.
2. Kapitaldienst = Zins + Tilgung aller Kredite je Jahr.
3. Deckung = verfügbar / Kapitaldienst, heute und mit neuem Kredit.
   Bei Annuität die Rate mit dem Code-Werkzeug.
4. Um wie viel Prozent darf das Ergebnis fallen, bis die Deckung unter
   1 bzw. unter den Bankwert fällt?
5. Kenne ich den Bankwert nicht, nennst du keinen, sondern die Frage,
   die ich der Bank stellen sollte.

ZEIG MIR
- Tabelle: Position | heute | mit neuem Kredit | Rechenweg
- Zeile: Spielraum in % des Ergebnisses
- Zwei Sätze für das Gespräch

Worauf der Prompt achtet

  • Kein erfundener Schwellenwert der Bank; fehlt er, wird danach gefragt.
  • Ausschüttungen mindern, was für den Kredit übrig bleibt.
PROMPT 26

Die Unterlage fürs Bankgespräch

Banken fragen zunehmend nach einer Liquiditätsplanung. Der Prompt fasst Plan, Kennzahlen und Begründung auf zwei Seiten zusammen und bereitet die Fragen vor.

Du brauchst:Liquiditätsplan 12 MonateBWA 12 Monateletzter JahresabschlussFinanzierungswunsch

Prompt 26 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Bereite eine zweiseitige Unterlage für das Gespräch mit meiner Bank vor.

DU BEKOMMST
- {Liquiditätsplan der nächsten 12 Monate, gern mit Szenarien}
- {BWA der letzten 12 Monate}
- {letzter Jahresabschluss: Eigenkapital, Bilanzsumme, Bankverbindlichkeiten}
- {Finanzierungswunsch: Betrag, Art, Zweck}

SO GEHST DU VOR
1. Kurzprofil in fünf Sätzen: Geschäft, Kunden, Entwicklung.
2. Kennzahlen: Umsatz und Ergebnis 12 Monate, Eigenkapitalquote (Stand
   letzter Abschluss, so beschriften), flüssige Mittel heute,
   Nettoverschuldung, Tiefpunkt der Planung.
3. Warum dieser Betrag: aus welchem Monat der Planung er folgt.
4. Was passiert im vorsichtigen Szenario?
5. Die drei Fragen, die eine Bank bei diesen Zahlen am ehesten stellt,
   mit Antwortvorschlag.

ZEIG MIR
- Seite 1: Kurzprofil, Kennzahlentabelle, Finanzierungswunsch mit Begründung
- Seite 2: Liquiditätsverlauf, Szenarien, Fragen und Antworten

Worauf der Prompt achtet

  • Der Kreditbetrag wird aus der Planung abgeleitet statt geschätzt.
  • Bilanzwerte tragen ihren Stichtag, damit niemand sie für aktuell hält.
PROMPT 27

Monatliche Krisenfrüherkennung

Geschäftsleiter müssen Entwicklungen, die den Fortbestand gefährden können, laufend beobachten (§ 1 StaRUG). Der Prompt fasst die Signale monatlich zusammen und hält fest, dass du hingesehen hast.

Du brauchst:13-Wochen-VorschauLiquiditätsplan 24 MonateBWA 12 MonateKreditauflagen

Prompt 27 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Erstelle meine monatliche Übersicht der Frühwarnsignale.

DU BEKOMMST
- {13-Wochen-Vorschau}
- {Liquiditätsplan für 24 Monate, falls vorhanden}
- {BWA der letzten 12 Monate}
- {Kreditverträge mit Auflagen}
- {Übersicht des Vormonats, falls vorhanden}

SO GEHST DU VOR
1. Liquidität: Tiefpunkt der 13 Wochen, Monate mit Unterdeckung in 24
   Monaten. Fehlt ein 24-Monats-Plan, ist das der erste Befund.
2. Ergebnis: Entwicklung von Rohertrag und Ergebnis über 12 Monate.
3. Auflagen: Abstand der Kennzahlen zu den Kreditauflagen.
4. Abhängigkeit: Anteil der drei größten Kunden am Umsatz.
5. Je Signal grün, gelb, rot und die Veränderung zum Vormonat.
6. Diese Übersicht ersetzt keine Fortführungs- oder Insolvenzprognose.
   Bei Rot: → Rechtsberatung und → Steuerbüro.

ZEIG MIR
- Tabelle: Signal | Wert | Vormonat | Ampel | nächster Schritt
- Ein Absatz zur Ablage: Datum, Datenstand, wer die Übersicht gesehen hat

Worauf der Prompt achtet

  • Die Übersicht dokumentiert und sagt selbst, dass sie keine Prognose im rechtlichen Sinn ist.
  • Ein fehlender 24-Monats-Plan ist der erste Befund, keine Fußnote.

Kontrolle

Die Zahlen vor der Auswertung sauber machen, das Ergebnis danach gegenrechnen lassen und alles in einen Monatsbericht bringen.

PROMPT 28

Zahlen vorbereiten, bevor gerechnet wird

Die meisten Fehler entstehen beim Einlesen: eine verrutschte Spalte im PDF, Monat und Jahr verwechselt, ein Vorzeichen verloren. Dieser Prompt macht daraus eine geprüfte Tabelle.

Du brauchst:BWA, Kontoexport oder Rechnungsliste als PDF, CSV oder Excel

Prompt 28 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Übernimm das angehängte Dokument in eine saubere Tabelle. Werte noch
nichts aus.

DU BEKOMMST
- {BWA, Kontoexport oder Rechnungsliste}

SO GEHST DU VOR
1. Erkenne die Spalten und benenne sie so, wie sie im Dokument heißen.
   Bei einer BWA: Monatswert, aufgelaufen, Vorjahr.
2. Übernimm jede Zeile mit Betrag und Vorzeichen.
3. Rechne gegen: Summen der Unterzeilen gegen die Summenzeilen;
   Umsatz minus Kosten gegen das Ergebnis; Anfangsbestand plus
   Bewegungen gegen Endbestand beim Kontoexport.
4. Alles, was nicht aufgeht oder unscharf lesbar war, kommt in eine
   Liste „unsicher“.

ZEIG MIR
- Die Tabelle
- Die Gegenrechnungen mit „geht auf“ oder der Differenz
- Die Liste „unsicher“
- Die Tabelle zusätzlich als CSV zum Kopieren

Worauf der Prompt achtet

  • Verwechselte Monats- und Jahresspalten fallen in der Gegenrechnung auf.
  • Die CSV aus diesem Schritt ist die Eingabe für alle anderen Prompts.
PROMPT 29

Die Gegenprobe

Ein zweiter Chat rechnet die Antwort des ersten nach, ohne sie verteidigen zu müssen. Er findet Text, der der Tabelle widerspricht, falsche Reihenfolgen und Termine am Sonntag.

Du brauchst:die Antwort aus dem ersten Chatdieselben Ausgangsdatender ursprüngliche Prompt

Prompt 29 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Rechne die folgende Auswertung unabhängig nach. Du hast sie nicht
erstellt und musst sie nicht verteidigen.

DU BEKOMMST
- {die vollständige Antwort aus dem ersten Chat}
- {dieselben Ausgangsdaten}
- {den Prompt, der die Antwort erzeugt hat}

SO GEHST DU VOR
1. Jede abgeleitete Zahl aus den Ausgangsdaten neu rechnen, mit dem
   Code-Werkzeug. Nichts aus der Antwort übernehmen.
2. Stimmen Text und Tabelle überein?
3. Gehen Summen und Kontrollzeilen auf?
4. Folgt jede Reihenfolge der Regel aus dem Prompt?
5. Einheiten: brutto oder netto, Monat oder aufgelaufen, Prozent oder
   Prozentpunkte.
6. Termine: im Zeitraum, Wochenenden und Feiertage verschoben?
7. Wurden Schwellenwerte so angewendet, wie sie im Prompt stehen?
8. Sind Tiefst- und Höchstwerte wirklich die des ganzen Zeitraums?
Findest du nichts, sag das. Erfinde keine Fehler.

ZEIG MIR
- Tabelle: Nr. | Stelle | steht da | richtig wäre | Rechenweg | Schwere
  (ändert die Entscheidung / ändert eine Zahl / Kleinigkeit)
- Ein Satz: Kann ich mit der Auswertung arbeiten?

Worauf der Prompt achtet

  • Ein frischer Chat ohne Verlauf, damit das Modell die eigene Antwort nicht verteidigt.
  • „Erfinde keine Fehler“ verhindert Befunde, die nur geliefert werden, weil sie verlangt sind.
PROMPT 30

Der Monatsbericht

Eine Seite für Gesellschafter oder Beirat, jeden Monat gleich gebaut: Liquidität, Ausblick, Ergebnis, offene Rechnungen, Entscheidungen. Er übernimmt die Zahlen aus den anderen Prompts.

Du brauchst:Ergebnisse der Prompts dieses MonatsBericht des Vormonats

Prompt 30 · mit Grundeinstellung

ZIEL
Schreib den Monatsbericht für Gesellschafter oder Beirat. Höchstens eine
Seite.

DU BEKOMMST
- {Ergebnisse meiner Auswertungen dieses Monats, z. B. Prompt 1, 6, 17, 22}
- {Bericht des Vormonats}

SO GEHST DU VOR
1. Immer dieselbe Gliederung: Liquidität heute | Ausblick 13 Wochen |
   Ergebnis | offene Rechnungen | Risiken | Entscheidungen.
2. Je Abschnitt eine Kennzahl mit Vormonat und Veränderung.
3. Du übernimmst nur Zahlen, die in den Auswertungen stehen. Neue
   Zahlen rechnest du nicht.
4. Entscheidungen: was die Geschäftsführung braucht, bis wann.

ZEIG MIR
- Tabelle: Abschnitt | Kennzahl | dieser Monat | Vormonat | Veränderung
- Je Abschnitt zwei Sätze
- Liste der Entscheidungen mit Frist

Worauf der Prompt achtet

  • Der Bericht rechnet nicht neu. So entsteht keine dritte Version einer Zahl.

So greifen sie ineinander

Vier Schritte statt eines Prompts

Eine einzelne Auswertung ist schnell gemacht. Verlässlich wird sie erst mit dem Schritt davor und dem danach.

  1. Prompt 28

    1. Zahlen vorbereiten

    Kontoexport oder BWA in eine Tabelle, gegengerechnet.

  2. Prompt 1–27

    2. Planen und auswerten

    Der Prompt für die Frage, die gerade ansteht.

  3. Prompt 29

    3. Gegenprobe

    Ein zweiter Chat rechnet nach, bevor entschieden wird.

  4. Prompt 30

    4. Berichten

    Eine Seite für Gesellschafter oder Beirat.

Ein Chat rechnet einmal. Eine Liquiditätsplanung rechnet jeden Tag.

Die Prompts liefern eine Momentaufnahme, und für die nächste lädst du alles neu hoch. In finban laufen Bankkonten, Angebote und Rechnungen automatisch zusammen, daraus entstehen Prognosen und Szenarien, die mit jeder Buchung aktuell bleiben.

  • Alle Bankkonten an einem Ort
  • Offene Rechnungen neben den Kontoumsätzen
  • Rollierende Vorschau mit Szenarien

Häufig gestellte Fragen

Was sind CFO-Prompts?

CFO-Prompts sind fertige Arbeitsanweisungen für ChatGPT oder Claude, mit denen das Modell Aufgaben eines CFO übernimmt: Liquidität planen, Szenarien rechnen, Zahlungsziele auswerten, einen Jahresplan aufstellen oder ein Bankgespräch vorbereiten. Sie richten sich an Firmen, die keinen eigenen CFO haben. Die Entscheidung bleibt bei der Geschäftsführung.

Kann ChatGPT eine Liquiditätsplanung erstellen?

Ja, aus Kontoumsätzen und offenen Rechnungen baut ChatGPT oder Claude mit den Prompts 5 und 6 eine brauchbare erste Planung. Was ein Chat nicht leistet, ist sie aktuell zu halten: Jede neue Zahlung und jede neue Rechnung muss wieder hochgeladen werden. Eine Liquiditätsplanung lebt davon, dass sie wöchentlich mit dem Konto abgeglichen wird.

Funktionieren die Prompts mit ChatGPT und mit Claude?

Ja. Die Grundeinstellung legst du in Claude als Projektanweisung ab, in ChatGPT als Anweisung eines Projekts oder eines eigenen GPT. Die einzelnen Prompts gibst du dann im Chat ein. Für alle Rechnungen sollte das Code-Werkzeug des Modells eingeschaltet sein.

Darf ich Finanzdaten meiner GmbH in ChatGPT oder Claude eingeben?

Das hängt von deinem Vertrag mit dem Anbieter ab. Kläre vor der ersten Nutzung, ob eingegebene Daten zum Training verwendet werden und wo sie verarbeitet werden. Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende gibst du nur als Kürzel ein; die Grundeinstellung ist darauf ausgelegt.

Warum braucht es eine Gegenprobe?

Weil Sprachmodelle bei Finanzzahlen plausibel klingende Fehler machen: eine Reihenfolge, die der eigenen Formel widerspricht, einen Tiefpunkt im falschen Monat, einen Termin am Sonntag. Ein zweiter Chat ohne Verlauf, der dieselben Daten neu rechnet, findet solche Fehler zuverlässiger als eine Nachfrage im ersten.

Wie oft sollte ich die 13-Wochen-Vorschau neu rechnen?

Einmal pro Woche, am besten am selben Tag. Die Vorschau rollt: Eine Woche fällt vorne weg, hinten kommt eine dazu, und alle Termine werden mit den neuen Kontoumsätzen abgeglichen. Alle vier bis acht Wochen lohnt sich Prompt 9, der die alte Vorschau mit dem tatsächlichen Verlauf vergleicht.

Ersetzen die Prompts das Steuerbüro?

Nein. Wo eine Frage steuerlich oder rechtlich wird, schreiben die Prompts „→ Steuerbüro“ oder „→ Rechtsberatung“ und rechnen nicht weiter. finban bietet keine Steuer- oder Rechtsberatung an.

Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Ergebnisse von KI-Modellen können Fehler enthalten; rechne sie nach, bevor du entscheidest.