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Liquiditätsplanung: Was ist das?

Liquiditätsplanung: Was ist das?

Unter Liquiditätsplanung versteht man die Verwaltung von Liquidität und die Sicherstellung, dass Du über genügend Geld verfügst, wenn Du es brauchst. Dazu gehört eine vorausschauende Planung zur…

Finban Team··liquiditaetsplanung
Projekte Liquiditätsplanung

Projekte Liquiditätsplanung

Welche Unternehmen führen Projekte durch? Viele Unternehmen führen im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Projekte durch. Projekte sind in der Regel zeitlich begrenzte Unternehmungen mit spezifischen…

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Liquiditätsplanung: Der vollständige Leitfaden

Marcus Smolarek

Marcus Smolarek

Gründer von finban

Zuletzt aktualisiert

Der Begriff Liquidität bezieht sich auf die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Sie ist ein wichtiger Aspekt für Unternehmer, da sie die Fähigkeit des Unternehmens bestimmt, Rechnungen zu bezahlen, die Lohnsumme zu zahlen und andere Ausgaben zu decken. Liquidität beschreibt dabei die Verfügbarkeit von Geld im Unternehmen, das jederzeit zur Begleichung von Zahlungsverpflichtungen eingesetzt werden kann.


Was Sie hier erwartet:

  • Aufbau einer Cashflow-Projektion (inkl. Vorlage)
  • Typische Einnahmen- & Ausgabenkategorien richtig abbilden
  • Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge im Liquiditätsplan gegenüberstellen
  • Wichtige Instrumente der Liquiditätsplanung kennenlernen und anwenden
  • Wichtige Annahmen systematisch herleiten
  • Liquiditätsquellen kennen & bewerten
  • Risiken erkennen & damit arbeiten
  • Notfallstrategien vorbereiten (Contingency Plan)

Ob Sie Geschäftsführer:in, CFO, Gründer:in oder einfach finanziell verantwortlich sind: Diese Struktur hilft Ihnen, Liquidität vorausschauend zu steuern – statt im Rückspiegel zu reagieren.

1 Einleitung

Eine saubere Liquiditätsplanung entscheidet oft darüber, ob Unternehmen handlungsfähig bleiben – oder unangenehme Überraschungen erleben. Sie ist ein strategisches Controlling-Instrument mit dem Zweck, die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens sicherzustellen und finanzielle Engpässe zu vermeiden. Gerade in dynamischen Märkten, bei schwankenden Umsätzen oder wachsenden Strukturen ist es unerlässlich, zu wissen: Reicht unser Geld – und wenn ja, wie lange?

Besonders in einer Krise zeigt sich, wie wichtig eine vorausschauende Liquiditätsplanung ist, um flexibel auf unerwartete Herausforderungen reagieren zu können. Ziel ist es, jederzeit zahlungsfähig zu bleiben und Investitionen sowie Risiken besser steuern zu können.

Screenshot: finban.io Screenshot: finban.io

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie eine professionelle Liquiditätsplanung Schritt für Schritt aufbauen, welche Bausteine dazugehören – und wie Sie Ihre Zahlen in den Griff bekommen, bevor es eng wird.

2 Grundlagen der Liquiditätsplanung

Was ist Liquidität?

Liquidität ist die Fähigkeit eines Unternehmens oder einer Person, alle finanziellen Verpflichtungen pünktlich zu erfüllen. Ein Unternehmen ist liquide, wenn ausreichend Bargeld oder gleichwertige Mittel vorhanden sind, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu begleichen.

Ziele der Liquiditätsplanung

ZielBeschreibung
Zahlungsfähigkeit sichernAlle Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen können
Finanzierung optimierenOptimale Finanzierungsmöglichkeiten identifizieren
Investitionsentscheidungen stützenAufzeigen, wie viel freie Liquidität für Investitionen verfügbar ist
Vertrauen stärkenGeschäftspartner, Investoren und Banken von der finanziellen Stabilität überzeugen

Die Liquiditätsplanung umfasst drei Kernaktivitäten:

  1. Einschätzung der zukünftigen Einnahmen – Umsatzerlöse, Zinserträge, sonstige Einnahmen
  2. Prognose der zukünftigen Ausgaben – Kosten für Waren, Gehälter, Mieten, Betriebsausgaben
  3. Analyse der Liquiditätslage – Erkennen potenzieller Engpässe und Ergreifen von Gegenmaßnahmen

Abgrenzung zu anderen Finanzplanungen

PlanungsartFokusZeithorizont
LiquiditätsplanungKurzfristige ZahlungsfähigkeitWochen bis Monate
Cashflow-ProjektionZukünftige ZahlungsströmeMonate
Langfristige FinanzplanungGesamte finanzielle EntwicklungJahre
BusinessplanStrategische Unternehmensentwicklung3–5 Jahre

3 Cashflow-Projektionen

Eine Cashflow-Projektion ist das Herzstück jeder professionellen Liquiditätsplanung. Sie zeigt, wie sich Einzahlungen und Auszahlungen über die kommenden Monate entwickeln – und ob ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen.

Aufbau einer Cashflow-Projektion

Ihre Projektion sollte mindestens 12 Monate in die Zukunft reichen – bei größeren Vorhaben oder saisonalen Schwankungen sind auch 18–24 Monate sinnvoll.

ZeitraumEinzahlungenAuszahlungenNetto-Cashflow
Jan35.000 € (Umsatz, Förderung)28.000 € (Miete, Löhne etc.)+7.000 €
Feb32.000 €34.000 €–2.000 €
März38.000 €30.000 €+8.000 €

Hinweis: Die kumulierte Summe aus Netto-Cashflow zeigt, ob Ihre Liquidität im Zeitverlauf steigt oder sinkt.


Inhalt einer guten Projektion

Einzahlungen:

  • Umsätze (nach realistischem Zahlungsziel)
  • Fördermittel / Zuschüsse
  • Kapitalzuflüsse (Darlehen, Eigenkapital)
  • Sonstige Einnahmen (z. B. Rückerstattungen)

Auszahlungen:

  • Fixkosten (Miete, Löhne, Versicherungen)
  • Variable Kosten (Marketing, Dienstleister, SaaS-Tools)
  • Einmalige Kosten (z. B. Investitionen)
  • Steuerzahlungen und Rückstellungen

Best Practices

  • Planen Sie zahlungswirksam – nicht nach Rechnungsstellung, sondern nach erwarteter Zahlung.
  • Berücksichtigen Sie saisonale Schwankungen – z. B. umsatzstarke Quartale oder wiederkehrende Einmalzahlungen.
  • Validieren Sie regelmäßig Ihre Ist-Werte vs. Prognose, um Fehlentwicklungen früh zu erkennen.

Tipp: Nutzt gerne unsere Businessplan-Vorlage, um euren eigenen Businessplan zu erstellen: Google Sheet Vorlage. Dieses Google Sheet könnt ihr dann auch in finban mit der Business Plan Uploader Integration synchronisieren.

Liquiditätsplanung Screenshot: finban Businessplan – Beispiel

Typische Einnahmen- und Ausgabenkategorien

Für eine realistische Cashflow-Projektion sollten Einnahmen und Ausgaben klar strukturiert und nach ihrer Art klassifiziert werden.

KategorieTypUSt-relevantWiederkehrend?Beispiel(e)
Umsatz: ProduktEinnahmeJa (19 %)JaSoftwarelizenz, Einmalverkauf
Umsatz: ServiceEinnahmeJa (19 %)JaBeratung, Setup Fee
Sonstige EinnahmenEinnahmeJa/NeinNeinRückerstattungen, Zinserträge
FördermittelEinnahmeNeinNeinBAFA, EXIST, Digitalprämie
Investitionen (Zufluss)EinnahmeNeinNeinGesellschafterdarlehen
Löhne & GehälterAusgabeNeinJaBruttolöhne, Sozialabgaben
Miete / BüroAusgabeNein/JaJaBüro, Coworking, Lager
Software & ToolsAusgabeJa (19 %)JaSaaS: z. B. Notion, Slack, finban
MarketingAusgabeJa (19 %)Ja/NeinAds, Agentur, Veranstaltungen
Recht & BeratungAusgabeJa (19 %)Ja/NeinSteuerberater, Rechtsanwalt
Zinsen / GebührenAusgabeNeinJa/NeinBankzinsen, Transaktionskosten
Investitionen (Abfluss)AusgabeJa/NeinNeinHardware, Maschinen, Fahrzeuge
Steuern / USt-ZahlungAusgabeNeinQuartalsweiseVorauszahlungen, Nachzahlungen
RücklagenAusgabeNeinOptionalRücklagenbildung, z. B. Steuer

Hinweise zur Planung

  • Umsatzsteuer: Planen Sie brutto oder netto – je nach Reportingzweck.
  • Typ der Zahlung:
    • Wiederkehrend: Monatsmiete, SaaS-Abos, Gehälter
    • Einmalig: Hardwareanschaffung, Rückzahlungen, Steuernachzahlung
  • Cash-relevant: Berücksichtigen Sie nur wirklich zahlungswirksame Buchungen.

In finban

Diese Kategorien sind in finban vordefiniert und können individuell erweitert werden. Die Cashflow-Projektion berücksichtigt automatisch:

Screenshot: finban Vertragsverwaltung Screenshot: finban Vertragsverwaltung

4 Wichtige Annahmen

Die Qualität Ihrer Liquiditätsplanung steht und fällt mit den zugrunde liegenden Annahmen. Dabei gilt: Jede Prognose ist nur so gut wie ihre Herleitung. Annahmen sollten auf historischen Daten, aktuellen Marktanalysen und fundierten Prognosen basieren – und regelmäßig überprüft werden.

Typische Annahmen in der Praxis

KategorieBeispielhafte AnnahmeQuelle/Begründung
Umsatzwachstum+5 % p. M. ab Q3Forecast basierend auf Sales-Pipeline
Zahlungsziel Kunden30 Tage im SchnittHistorische Zahlungseingänge
Zahlungsziel Lieferanten14 TageVertraglich vereinbart
Fixkostensteigerung+2 % jährlich (Inflation)EZB-Inflationsziel
Personalkosten5 Neueinstellungen ab OktoberGeplante Skalierung
Investitionen20.000 € in neue Hardware im Q1Projektbudget/Finanzplanung
SteuerzahlungenQuartalsweise Vorauszahlung von 4.500 €Bescheid vom Finanzamt

Empfehlungen

  • Kennzeichnen Sie alle Annahmen mit Quelle und Gültigkeitszeitraum.
  • Überprüfen Sie Annahmen monatlich – z. B. durch Ist-Soll-Abgleiche.
  • Nutzen Sie Szenarien: optimistisch, realistisch, pessimistisch.
  • Vermeiden Sie blinde Übernahmen aus Vorperioden oder Standardwerten ohne Validierung.

5 Liquiditätsquellen – Erkennen und steuern

Eine gute Liquiditätsplanung berücksichtigt nicht nur Ein- und Auszahlungen, sondern auch verfügbare Reserven und externe Finanzierungsquellen. Je nach Unternehmensphase (Gründung, Wachstum, Restrukturierung) unterscheiden sich die typischen Quellen deutlich.

Kategorien von Liquiditätsquellen

KategorieBeschreibungVerfügbarkeitKosten
Eigene MittelKontoguthaben, Rücklagen, TagesgeldHochKeine
ZahlungseingängeAusstehende Forderungen, Abo-Umsätze, RetainerMittelKeine
LieferantenkrediteZahlungsziele von 14–60 TagenHoch (verhandelbar)Gering
KreditlinienKontokorrent oder revolvierender KreditrahmenMittelMittel (6–12 %)
Fördermittel & ZuschüsseBAFA, EXIST, InnovationsgutscheineMittel bis niedrigKeine
Private Darlehen / InvestorenGesellschafterdarlehen, Angels, VCsNiedrig bis hochMittel bis hoch
Factoring / RechnungsverkaufSofortige Liquidität gegen GebührHochHoch (2–5 %)
Crowd- & Revenue FinancingPlattformbasierte FinanzierungMittelVariabel

Checkliste: Welche Quellen eignen sich?

  • Sofort verfügbar?
  • Planbar oder nur im Notfall abrufbar?
  • Welche Sicherheiten sind erforderlich?
  • Wie teuer ist die Nutzung (Zinsen, Gebühren)?
  • Welche Auswirkungen hat es auf Unabhängigkeit oder Cap Table?

Praxisbeispiel

„Unser Cashflow drohte im Juli negativ zu werden. Wir haben unser Zahlungsziel bei zwei Lieferanten auf 45 Tage verlängert und gleichzeitig eine Förderung für Digitalisierungsmaßnahmen beantragt – beides zusammen sicherte uns 25.000 € zusätzliche Liquidität für die zweite Jahreshälfte."

Empfehlungen

  • Halten Sie eine Liquiditätsreserve von 2–3 Monatsausgaben.
  • Dokumentieren Sie alle bestehenden Kreditrahmen und Zusagen in Ihrer Planung.
  • Bewerten Sie jede Quelle nach Zugriffszeit, Kosten und Risiko.
  • Prüfen Sie regelmäßig die Reaktivierung alter Quellen oder neue Förderoptionen.

In finban sichtbar machen

In finban können Sie Ihre verfügbaren Liquiditätsquellen abbilden – inkl. Kreditlinien, Rücklagen und zugesagter Mittel – und bei Bedarf automatisiert in Szenarien integrieren.

Cashflow und Liquiditätsplanung Screenshot: finban

6 Liquiditätsrisiken – Erkennen, bewerten und vorbeugen

Liquidität ist kein statischer Zustand – sie ist das Ergebnis ständiger Veränderung. Ziel einer professionellen Liquiditätsplanung ist deshalb nicht nur die Prognose – sondern die Frühwarnung vor Risiken und das Vorbereiten von konkreten Reaktionsplänen.

Arten von Liquiditätsrisiken

DimensionBeispiele
Kunden & ZahlungZahlungsverzug, Zahlungsausfälle, sinkende Auftragslage
Kosten & BetriebUnerwartete Fixkostensteigerungen, Investitionsbedarf, steuerliche Belastung
Markt & WettbewerbUmsatzdruck durch Preiskampf, neue Anbieter, verändertes Kundenverhalten
Technologie & UmfeldVeraltete Software, Cyberrisiken, neue regulatorische Anforderungen

Erweiterte Risikobeispiele

RisikoartBeschreibungEintrittAuswirkungBeispiel
ZahlungsverzugKunden zahlen verspätet oder gar nichtHochHoch25 % der Zahlungen überfällig
Kundenverlust / ChurnWegfall wichtiger KundenMittelHochAgentur verliert Top-3-Kunden
MarkteinbruchSektorweite Einbrüche durch RezessionMittelHochRückgang E-Commerce um 15 %
Neue WettbewerberMarktanteile gehen verlorenMittelMittelWettbewerber mit Dumpingpreis
Technologie-ObsoleszenzEigene Angebote werden als veraltet wahrgenommenMittelMittelKI-Lösungen setzen alte Prozesse unter Druck
Steuerliche NachzahlungUnterschätzte USt oder ESt-NachforderungGeringHoch20.000 € USt nach Betriebsprüfung
FörderausfallFördermittel verzögern sich oder entfallenGeringMittelKfW-Startgeld wird abgelehnt
CyberangriffAngriff auf ZahlungsinfrastrukturGeringHochZahlungsstopp für mehrere Tage
Regulatorische ÄnderungenNeue Anforderungen verursachen AufwandGeringMittelVerpflichtende E-Rechnung im B2B

Risikomatrix

PrioritätEintrittswahrscheinlichkeitLiquiditätsauswirkungBeispielrisiken
HochHochHochZahlungsverzug, Churn, Markteinbruch
MittelMittelHoch oder MittelPreiskampf, Technologiedruck, Steuerlast
NiedrigGeringGering bis MittelDatenschutzaufwand, Cybersicherheit

Maßnahmen & Prävention

RisikoMögliche MaßnahmenVerantwortlich
ZahlungsverzugMahnwesen automatisieren, Skonto anbietenFinanzen, ERP, finban
Umsatzdruck / ChurnRetention-Programme, Upgrades, individuelle BetreuungSales, Customer Success
Neue WettbewerberUSP schärfen, Nischen fokussierenProdukt, Marketing
TechnologierisikoTechnologiestack regelmäßig überprüfen & modernisierenCTO, IT
Steuerliche BelastungRückstellungen, USt-Prognose aktivierenSteuerberater, finban
FördermittelausfallAlternative Finanzierungsquellen prüfenGeschäftsführung
MarktveränderungFrühindikatoren beobachten, Szenarien planenCFO

finban-Praxisbezug

In finban können Risiken als „Szenarien" abgebildet und simuliert werden:

  • Was wäre wenn … 30 % der Zahlungen verspätet eingehen?
  • Was passiert, wenn Q4-Umsatzziele um 20 % verfehlt werden?

Diese Simulationen helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen – bevor der Ernstfall eintritt.

7 Notfallplanung: Was tun, wenn das Geld knapp wird?

Trotz sorgfältiger Planung kann es passieren: Ein Großkunde zahlt nicht, der Umsatz bricht ein, Fördergelder verspäten sich. Entscheidend ist dann nicht, ob es eng wird – sondern wie schnell Sie reagieren können.

Eskalationsstufen im Liquiditäts-Notfall

EskalationsstufeMögliche MaßnahmenWirkung
FrühwarnstufeKostenfresser prüfen, Marketingbudget anpassenSchnell, mittel
Stufe 1: Liquidität sichernZahlungsziele verhandeln, Lieferanten stunden, nicht zwingende Ausgaben pausierenSehr kurzfristig
Stufe 2: Cash erhöhenFactoring nutzen, kurzfristige Darlehen aktivieren, Fördermittel vorziehenKurzfristig
Stufe 3: Strukturelle EinschnittePersonalmaßnahmen, Projektstopp, VermögensverkaufMittel- bis langfristig
Stufe 4: Externe LösungBeteiligung, Gesellschafterdarlehen, M&A-VorbereitungLangfristig

Beispielhafter Reaktionsplan

Zeitraum ohne DeckungMaßnahmeVerantwortlich
< 45 TageBudget-Freeze auf nicht-operativen KostenCFO / Geschäftsführung
< 30 TageLieferanten-Ziel verlängern, Kundenkontakt aktivierenFinance / Sales
< 14 TageNotfallkreditlinie ziehen, Investitionen stoppenCFO
< 7 TageGeschäftsführung entscheidet strukturelle MaßnahmenCEO / Advisory Board

Kommunikation im Ernstfall

  • Klare Rollen: Wer spricht mit Banken, Team, Gesellschaftern?
  • Interne Kommunikation offen, aber sachlich halten
  • Vertrauen wahren – keine Panikkommunikation

Mit finban planen

finban erlaubt die Simulation von Worst-Case-Szenarien:

  • Einbruch von Umsätzen
  • Zahlungsverzug bei Großkunden
  • Wegfall von Fördermitteln

Diese Szenarien können mit konkreten Maßnahmen verknüpft werden – z. B. automatische Erinnerungen ab kritischer Cash-Grenze.

Eine Notfallplanung ist keine Schwarzmalerei – sie ist Ausdruck guter Führung. Wer vorbereitet ist, trifft bessere Entscheidungen unter Druck.

8 Liquiditätsplanung und Wachstumsstrategien

Wachstumsstrategien setzen oft erhebliche finanzielle Mittel voraus. Eine fundierte Liquiditätsplanung ist hierbei entscheidend, um Investitionen ohne Risiken zu realisieren.

Typische Wachstumsstrategien

  1. Neue Produkte und Märkte – Expansion erfordert Liquiditätsreserven, um unvorhergesehene Risiken abzufedern.
  2. Investitionen in Technologie – Automatisierungen steigern langfristig die Effizienz, erfordern aber kurzfristig hohe Investitionen.
  3. Fremdkapital und Finanzierungen – Eine fundierte Liquiditätsplanung zeigt, wann und wie Kapitalaufnahmen sinnvoll sind.
  4. Expansion des Teams – Recruiting und Schulung neuer Mitarbeiter müssen in der Finanzplanung einkalkuliert werden.

9 Personalplanung und ihre Rolle in der Liquiditätsplanung

Die Personalplanung spielt eine zentrale Rolle, da Personalentscheidungen erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Neben Gehältern und Sozialleistungen müssen Unternehmen auch Investitionen in Rekrutierung, Schulung und Onboarding einkalkulieren.

Screenshot: finban.io Screenshot: finban.io – Personalplanungsmodul

Faktoren der Personalplanung

FaktorBeschreibung
Rekrutierungs- und SchulungskostenKurzfristige Ausgaben, die sorgfältig geplant werden sollten
Laufende PersonalkostenGehälter, Sozialabgaben und Zusatzleistungen
Fluktuation und neue RollenUnvorhergesehene Ausgaben durch hohe Fluktuationsraten
Effizienz durch AutomatisierungProzessoptimierung als Alternative zu Neueinstellungen

Mit finban können Unternehmen Personalentscheidungen simulieren und die finanziellen Auswirkungen im Detail verstehen – über das integrierte Personalplanungsmodul.

10 Fazit: Vorausschau statt Reaktion

Liquiditätsplanung ist keine lästige Pflicht – sie ist ein Führungsinstrument. Sie hilft Ihnen, die Kontrolle zu behalten, Risiken frühzeitig zu erkennen und Ihr Unternehmen sicher durch Wachstums- oder Krisenphasen zu steuern.

Die wichtigsten Bausteine im Überblick

BausteinNutzen
Cashflow-ProjektionTransparenz und Weitblick über Zahlungsströme
Fundierte AnnahmenRealistische Grundlage für belastbare Planung
LiquiditätsquellenZugriff auf Reserven im Ernstfall
RisikoanalyseRobustheit in volatilen Zeiten
NotfallpläneKlare Handlungsoptionen unter Druck

Nächste Schritte

  1. Review Ihrer aktuellen Planung – Sind alle Einnahmen, Ausgaben und Reserven realistisch erfasst?
  2. Szenarien durchspielen – Was passiert bei Umsatzrückgang oder Zahlungsverzug?
  3. Plan digitalisieren – Mit finban können Sie Ihre Planung nicht nur erstellen, sondern laufend aktualisieren, simulieren und steuern.

Bleiben Sie zahlungsfähig – und damit handlungsfähig. Denn Liquidität ist nicht alles, aber ohne Liquidität ist alles nichts.


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