Eine Liquiditätsplanungs-Software schreibt deinen Kontostand automatisch in die Zukunft fort — aus Bankumsätzen, offenen Posten und Planwerten. Welche zu dir passt, hängt an drei Dingen: Größe, Buchhaltung, Banken. Kurz:
Selbstständige und kleine Teams
mit Lexware Office oder sevdesk: finban, Commitly oder Tidely. Wer erst ohne Kosten anfangen will, findet bei Trezy und re:cap eine kostenlose Stufe.
KMU, deren Steuerberater mit DATEV arbeitet
Banken automatisch, offene Posten aus DATEV — bei finban und Commitly per Datei-Import, bei Tidely automatisch als Zusatzmodul, bei Agicap über eine direkte Schnittstelle. Geht es eher um BWA und Controlling: Companyon oder Helu.
Unternehmensgruppen
eine Sicht über mehrere Gesellschaften bei finban, Commitly, Tidely und Agicap; ein Konzernabschluss nach HGB oder IFRS bei SWOT Controlling.
Offen gesagt: finban ist unser eigenes Produkt. Wir haben es nach denselben Punkten eingeordnet wie die anderen neun und nennen auch seine Grenzen. Alle Angaben über andere Anbieter stammen von deren eigener Website, Stand 16. Oktober 2026; die Quelle steht bei jedem Tool.
Die Tools im Vergleich
Die Reihenfolge ist keine Rangliste: finban steht oben, weil es unser Produkt ist, danach alphabetisch.
| Tool | Für wen | Preise | Kostenlos testen | Bankanbindung | DATEV / Buchhaltung | Daten liegen in |
|---|---|---|---|---|---|---|
| finban | KMU ohne Finanzteam, auch Gruppen | öffentlich, Abo nach Konten und Gesellschaften | 14 Tage, ohne Zahlungsdaten | automatisch (PSD2) | DATEV: offene Posten per Datei; Lexware Office, sevdesk automatisch | Deutschland |
| Agicap | Mittelstand, mehrere Gesellschaften | auf Anfrage | Produkt-Tour und Demo | automatisch (PSD2, EBICS u. a.) | DATEV direkt; Lexware Office, sevdesk | EU (Belgien) |
| Commitly | Selbstständige bis Firmengruppen | öffentlich, vier Stufen | 14 Tage, ohne Kreditkarte | automatisch (PSD2, EBICS) | DATEV: offene Posten per Datei; Lexware Office, sevdesk automatisch | Deutschland |
| Companyon | KMU mit Steuerberater, Controlling | öffentlich; Liquiditätsprognose ab Stufe Expert | 14 Tage, ohne Zahlungsdaten | keine Echtzeit-Anbindung (laut Anbieter) | DATEV-SuSa-Connect (Zusatzmodul) oder Datei | Deutschland |
| Helu | KMU und Mittelstand mit DATEV | auf Anfrage | 14 Tage mit eigenen Daten | auf der Website nicht beschrieben | DATEV-Marktplatz-Partner; weitere auf Anfrage | Deutschland |
| re:cap | wachsende KMU, die Finanzierung suchen | öffentlich, kostenlose Grundstufe | kostenlose Grundstufe | automatisch (PSD2) | DATEV-Export, Summen- und Saldenliste per Datei | Deutschland |
| SWOT Controlling | Mittelstand mit Controlling | auf Anfrage | Testzugang über Produktexperten | auf der Website nicht beschrieben | über 100 Schnittstellen, darunter DATEV und BMD | Deutschland oder eigene IT |
| Tidely | Freelancer bis Unternehmensgruppen | öffentlich, vier Stufen | 7 Tage, nach kurzer Demo | automatisch (PSD2, EBICS) | DATEV automatisch (Zusatzmodul ab Professional); Lexware Office, sevdesk | Deutschland |
| TRESIO | KMU und Holdings in der Schweiz | öffentlich, in Franken | kostenloses Konto, Dauer nicht angegeben | automatisch (PSD2, EBICS für CH und DE) | DATEV, Lexware Office, sevdesk per Datei; Bexio u. a. direkt | Schweiz |
| Trezy | kleine Unternehmen bis 50 Leute | öffentlich, dauerhaft kostenlose Stufe | kostenlose Stufe; 7 Tage für Bezahlstufen | automatisch (PSD2); Gratis-Stufe mit einem Konto | Pennylane, QuickBooks; DATEV nicht bestätigt | EU |
| Excel / Google Sheets | Einstieg, ein Konto | Sheets kostenlos, Excel im Microsoft-365-Abo | — | von Hand | von Hand | wo du die Datei ablegst |
Warum hier keine Preise der Mitbewerber stehen: Sie ändern sich, ohne dass wir es sehen, und ein veralteter Preis neben einem fremden Namen ist schlimmer als keiner. Die Spalte sagt, ob ein Anbieter seine Preise veröffentlicht und wonach er staffelt; den Betrag findest du über den Quellen-Link beim jeweiligen Tool. Die Preise von finban stehen auf der Preisseite.
Welches Tool passt zu deinem Unternehmen?
Drei Fragen entscheiden mehr als jede Funktionsliste: Wie groß bist du, mit welcher Buchhaltung arbeitest du, und sollen die Banken automatisch mitlaufen?
Selbstständig oder kleines Team, ein bis zwei Konten
- Buchhaltung
- Lexware Office oder sevdesk
- Banken
- automatisch
Passt am ehesten
finban, Commitly, Tidely; mit kostenloser Stufe: Trezy
10 bis 50 Leute, Steuerberater arbeitet mit DATEV
- Buchhaltung
- DATEV
- Banken
- automatisch, mehrere Banken
Passt am ehesten
finban oder Commitly (offene Posten per Datei), Tidely (DATEV automatisch, Zusatzmodul), Agicap (direkte Schnittstelle)
BWA, Bilanz und Controlling stehen im Vordergrund
- Buchhaltung
- DATEV
- Banken
- nicht entscheidend
Passt am ehesten
Companyon, Helu
Mehrere Gesellschaften, eine Sicht auf die Gruppe
- Buchhaltung
- gemischt
- Banken
- automatisch
Passt am ehesten
finban, Commitly (ab Professional), Tidely (Business), Agicap
Konzernabschluss nach HGB oder IFRS, Controlling im Haus
- Buchhaltung
- DATEV, BMD, SAP
- Banken
- über das Buchhaltungssystem
Passt am ehesten
SWOT Controlling
Gesellschaft in der Schweiz, Banken per EBICS
- Buchhaltung
- Bexio, Abacus und andere
- Banken
- EBICS
Passt am ehesten
TRESIO
Eine Finanzierung steht an
- Buchhaltung
- beliebig
- Banken
- automatisch
Passt am ehesten
re:cap vermittelt Fremdkapital; für das Bankgespräch reicht jede Planung mit Szenarien
Erst ausprobieren, ohne neues Werkzeug
- Buchhaltung
- keine
- Banken
- von Hand
Passt am ehesten
Zwei Werkzeuge auf deiner Liste reichen. Teste beide in derselben Woche mit deinen echten Konten — die Testphasen sind dafür da, und ein Werkzeug mit Beispieldaten sagt wenig darüber, wie es mit deinen Buchungen zurechtkommt.
Die Tools im Einzelnen
Jedes Tool im selben Muster: Stärken, Grenzen, Preismodell, für wen es passt. Wo wir einen direkten Vergleich mit finban geschrieben haben, ist er verlinkt.

finban
Geschäftsführer:innen von KMU ohne eigene Finanzabteilung, die heute anfangen wollen — vom Einzelunternehmen mit einem Konto bis zur Gruppe mit mehreren Gesellschaften.
Stärken
Bankkonten laufen per PSD2 automatisch und tagesaktuell mit, ohne Einrichtungsprojekt und ohne Vertriebsgespräch. Lexware Office, sevdesk und BuchhaltungsButler liefern offene Posten automatisch, dazu CRM (Pipedrive, HubSpot), Zahlungsanbieter wie Stripe und Mollie, Shopify sowie Excel- und Google-Sheets-Import. Die Planung lässt sich von der Tages- bis zur Quartalsansicht aufziehen, mit Szenarien, Personalplanung, Verträgen und Projekten in derselben Planung. Mehrere Gesellschaften laufen in einer Gruppensicht zusammen.
Grenzen
DATEV-Daten kommen als Datei-Import der offenen Posten, nicht als laufende Synchronisierung; eine direkte Anbindung ist geplant. finban plant und zeigt — Rechnungen bezahlt man weiter über die Bank. Einen Konzernabschluss erstellt finban nicht; die Gruppensicht ist für die Liquidität gedacht.
Preismodell
Monatliches Abo in drei Stufen plus Enterprise auf Anfrage, gestaffelt nach Bankkonten, Gesellschaften und Nutzern; günstiger bei 12 oder 24 Monaten Laufzeit. Kein Gratis-Tarif; die Testphase läuft 14 Tage, ohne Zahlungsdaten, und endet von selbst.
Agicap
Mittelständische Unternehmen mit mehreren Gesellschaften oder Ländern und jemandem im Haus, der Finanzplanung als Aufgabe hat.
Stärken
Agicap beschreibt sich als Treasury-Management-System für den Mittelstand. Die Stärke liegt bei mehreren Gesellschaften: Konsolidierung, Abweichungen auf Gruppen-, Gesellschafts- oder Kategorieebene, Fremdwährungen. Bankanbindung per PSD2, EBICS, SWIFT oder Host-to-Host, laut Anbieter mehr als 2.000 Banken. Eine direkte DATEV-Schnittstelle (Rechnungen mit Fälligkeiten rein, abgestimmte Bankbuchungen als Buchungsstapel zurück), dazu Lexware Office, sevdesk und viele ERP-Systeme. Kurzfristprognose bis 13 Wochen, Zahlungen und Debitorenmanagement in derselben Plattform. ISO 27001:2022 zertifiziert.
Grenzen
Preise nur auf Anfrage. Ein selbst nutzbares Testkonto haben wir nicht gefunden — „Kostenlos testen“ führt zu einer interaktiven Produkt-Tour, daneben gibt es die Demo. Die DATEV-Schnittstelle setzt eine Lizenz für DATEV Rechnungswesen voraus. Hosting auf der Google Cloud in Belgien, also in der EU, nicht in Deutschland.
Preismodell
Individuelles Angebot; abgefragt werden Bankkonten, Jahresumsatz, Tools und die Zahl der Gesellschaften.

Commitly
Selbstständige und KMU im deutschsprachigen Raum bis zu Firmengruppen, die eine Wochenplanung mit automatischer Buchhaltungsanbindung suchen.
Stärken
Rollierende 13-Wochen-Vorschau und eine Prognose über 90 bis 360 Tage, Szenarien, Plan-Ist-Abgleich ab der Stufe Business. Bankanbindung per PSD2 und EBICS, laut Anbieter über 5.000 Banken in Europa, bis zu viermal täglich synchronisiert. Lexware Office, sevdesk, weclapp, BuchhaltungsButler, MOCO und weitere laufen automatisch. Rechnungsfreigabe und Zahlung über das Zusatzmodul „Bills“. ISO 27001:2022 zertifiziert, Hosting in Frankfurt.
Grenzen
DATEV läuft standardmäßig über einen Datei-Upload der offenen Posten; eine direkte Anbindung gibt es laut Anbieter nur im Einzelfall für größere Unternehmen. Die Konsolidierung mehrerer Gesellschaften beginnt in der Stufe Professional. Für den Test braucht es ein Firmenkonto bei einer deutschen oder österreichischen Bank. Firmensitz in Österreich.
Preismodell
Öffentliches Abo in den Stufen Basis, Business, Professional und Enterprise, gestaffelt nach Unternehmen, Konten, Nutzern und Funktionen; monatlich, 12 oder 24 Monate.
Companyon
KMU, die vor allem ein verständliches Controlling aus den Zahlen des Steuerberaters wollen und die Liquidität monatlich betrachten.
Stärken
Companyon ist eine Controlling-Software: Aus der Summen- und Saldenliste der Buchhaltung entstehen automatisch BWA, Bilanz, Kennzahlen, Budget und Plan-Ist-Vergleich. Die Liquiditätsprognose reicht bis zu 36 Monate und vergleicht Planszenarien. DATEV-SuSa-Connect holt die Daten direkt aus DATEV; für andere Systeme gibt es Export-Anleitungen. Konsolidierung als Zusatzmodul für einfache bis mittlere Gruppen. Rechenzentrum in Deutschland.
Grenzen
Laut Anbieter beruht die Prognose auf importierten Buchhaltungs- und Planungsdaten, in der Regel monatlich aktualisiert, nicht auf einer Echtzeit-Bankanbindung. Die automatische Liquiditätsprognose ist erst ab der Stufe Expert enthalten. Eine Wochen- oder 13-Wochen-Ansicht haben wir nicht gefunden.
Preismodell
Öffentliches Abo in den Stufen Basic, Professional, Expert und Premium (auf Anfrage), jährlich oder monatlich bezahlt; Aufpreise für weitere Nutzer, Gesellschaften und Zusatzmodule.

Helu
KMU und Mittelstand, deren Zahlen in DATEV liegen und die ein Controlling mit Planung suchen — laut Anbieter von Start-ups mit 10 bis 30 Leuten bis zum Mittelstand mit bis zu 500.
Stärken
Helu baut Controlling und Finanzplanung auf DATEV-Daten: Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz mit Drilldown bis zur einzelnen Buchung, Szenarien (Base, Best und Worst Case nebeneinander), Plan-Ist-Vergleich, Konsolidierung mehrerer Gesellschaften und Kostenrechnung. Helu ist offizieller Partner im DATEV-Marktplatz. Hosting in Frankfurt; Firmensitz in Wien.
Grenzen
Preise nur auf Anfrage. Die DATEV-Anbindung lässt sich erst im bezahlten Abo freischalten; der 14-tägige Test mit eigenen Daten läuft ohne sie. Eine automatische Bankanbindung ist auf der Website nicht beschrieben; Lexware Office und sevdesk stehen nicht in der Integrationsliste, weitere Anbindungen baut Helu auf Anfrage. Liquiditätsplanung ist ein Modul neben dem Controlling, nicht der Kern.
Preismodell
Vier Pakete (Controlling, Controlling Plus, FP&A, Enterprise), alle auf Anfrage; Zusatzpakete für Szenarien und Integrationen.
re:cap
Wachsende KMU, bei denen eine Finanzierung ansteht und die Planung und Kreditsuche an einem Ort wollen.
Stärken
Wochen-Forecast von den letzten 4 bis zu den nächsten 13 Wochen aus den Banktransaktionen, Monatsprognose über je 12 Monate zurück und voraus, Szenarien (Base, Upside, Downside), Plan gegen Budget gegen Ist und Überwachung von Kreditauflagen (Covenants). Bankanbindung per PSD2, nur lesend. Es gibt eine kostenlose Grundstufe. Daten liegen in Deutschland.
Grenzen
re:cap vermittelt in erster Linie Fremdkapital an wachsende Unternehmen; die Plattform hält die Finanzdaten dafür aktuell. Die Zielgruppe beginnt laut Anbieter bei einer Mindestgröße beim Jahresumsatz. DATEV ist exportseitig angebunden, die Summen- und Saldenliste wird als Datei hochgeladen. Die konsolidierte Ansicht fasst Bankkonten zusammen, sie ist keine Konsolidierung von Gesellschaften.
Preismodell
Kostenlose Grundstufe „Essential“, die Stufe „Pro“ skaliert mit dem Jahresumsatz.
SWOT Controlling
Mittelständische Unternehmen mit eigenem Controlling, die Liquidität als Teil einer integrierten Planung und einen Konzernabschluss brauchen.
Stärken
Integrierte Unternehmensplanung von Controllern für Controller: Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Liquidität in einem Modell, mehrjährig, mit Investitionen und Darlehen. Liquiditätsvorschau auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis, darunter eine 13-Wochen-Ansicht. Management- und legale Konsolidierung nach HGB und IFRS. Über 100 Standardschnittstellen, darunter DATEV, BMD, SAP und Lexware. Betrieb in der SWOT Cloud im Rechenzentrum der Muttergesellschaft Buhl in Deutschland oder auf der eigenen IT.
Grenzen
Preise nicht öffentlich, der Plan wird in einer persönlichen Demo ausgewählt. Einen Testzugang gibt es über einen Produktexperten, nicht zum Selbstanlegen. Eine automatische Bankanbindung ist auf der Website nicht beschrieben; der Bankstand fließt in die Liquiditätssicht ein. Das Werkzeug setzt Controlling-Wissen im Haus voraus.
Preismodell
Abo in vier Plänen (Core, Plus, Advanced, xP&A), gestaffelt nach gleichzeitigen Nutzern und Modulen.
Tidely
Mittelständische Unternehmen und Gruppen in Deutschland und Österreich, die eine Tagesplanung und eine automatische DATEV-Anbindung wollen.
Stärken
Tages-, Wochen- und Monatsplanung und Soll-Ist-Vergleich in allen Stufen, automatische Kategorisierung und KI-Forecast, Szenarien je nach Stufe bis unbegrenzt. Bankanbindung über finAPI, Salt Edge und BANKSapi, laut Anbieter über 5.000 Banken, dazu EBICS. Offene Posten aus DATEV laufen automatisch über einen zertifizierten Schnittstellenpartner; Lexware Office, sevdesk, weclapp, Xentral, MOCO und weitere sind angebunden. Hosting in Frankfurt, ISO 27001, Sitz in München.
Grenzen
Die DATEV-Anbindung ist ein kostenpflichtiges Zusatzmodul und erst ab der Stufe Professional buchbar; die Einstiegsstufe hat keine Buchhaltungsanbindung. Der 7-tägige Test beginnt nach einer kurzen Demo. Weitere Gesellschaften kosten als Zusatz.
Preismodell
Öffentliches Abo in den Stufen Starter, Professional, Business und Enterprise, gestaffelt nach Konten, Nutzern, Gesellschaften und Funktionen; monatlich, 1 oder 2 Jahre.
TRESIO
KMU, Holdings und Treuhänder in der Schweiz; in Deutschland vor allem, wenn eine Schweizer Gesellschaft zur Gruppe gehört.
Stärken
10-Wochen-Prognose mit Wochenansicht, Tagesprognose für 31 Tage, Planung bis 36 Monate, unbegrenzte Szenarien in der KMU-Stufe, Fremdwährungen. Konsolidierte Sicht auch über mehrschichtige Holdingstrukturen, Personal- und Darlehensplanung. Banken per PSD2 über GoCardless, per EBICS für Schweizer und deutsche Banken. Schweizer Buchhaltungen wie Bexio, Run my Accounts und Proffix sind direkt angebunden. Daten liegen ausschließlich in der Schweiz.
Grenzen
DATEV, Lexware Office und sevdesk kommen nur per Datei-Upload. EBICS gibt es nur bei jährlicher Zahlung mit 12 Monaten Mindestlaufzeit. Preise in Schweizer Franken, ein kostenpflichtiges Onboarding wird empfohlen. Die Dauer der kostenlosen Testversion ist nicht angegeben.
Preismodell
Öffentliches Abo in den Stufen Starter, KMU und Individuell, gestaffelt nach Gesellschaften, Konten, Szenarien, Planungshorizont und Nutzern.
Trezy
Kleine Unternehmen mit einem Konto, die ohne Kosten anfangen wollen und keine deutsche Buchhaltungsanbindung brauchen.
Stärken
Dauerhaft kostenlose Stufe ohne Kreditkarte und ohne Zeitlimit. Prognose zwölf Monate voraus mit sechs Prognosemethoden und Was-wäre-wenn-Szenarien, Gewinn- und Verlustrechnung mit Kennzahlen, Belegerkennung. Bankanbindung per PSD2, nur lesend, täglich synchronisiert. Laut Anbieter für Unternehmen von Solo-Selbstständigen bis 50 Mitarbeitende.
Grenzen
Die Buchhaltungsanbindungen zielen auf den französischen und nordamerikanischen Markt (Pennylane, QuickBooks, CEGID); eine DATEV-Anbindung steht nicht in der Integrationsliste, Lexware Office und sevdesk ebenfalls nicht. Kostenlose Stufe und Starter mit einem Bankkonto. Mehrere Gesellschaften laufen in getrennten Arbeitsbereichen; eine zusammengefasste Gruppensicht ist nicht dokumentiert. Firmensitz Paris, Server in Europa.
Preismodell
Kostenlose Stufe, dazu Starter und Premium, gestaffelt nach Funktionen und Bankkonten; monatlich oder jährlich, ohne Vertragsbindung.
Excel und Google Sheets
Den Anfang, und für alle, die erst verstehen wollen, wie ein Liquiditätsplan aufgebaut ist. Unsere kostenlosen Excel-Vorlagen sind dafür gebaut.
Stärken
Vorhanden, frei formbar, ohne Einarbeitung. Für ein Konto und wenige wiederkehrende Posten reicht eine gute Vorlage.
Grenzen
Jeder Bankumsatz kommt von Hand in die Tabelle. Szenarien heißen Kopien von Tabellenblättern, die auseinanderlaufen. Pflegt mehr als eine Person die Datei, gibt es bald mehrere Wahrheiten.
Preismodell
Google Sheets ist kostenlos, Excel gehört zu einem Microsoft-365-Abo.
Rechenbeispiel: 13 Wochen, ein Kunde zahlt zu spät
Ein Betrieb mit rund 25 Leuten, ein großer Kunde, eine Rechnung über 120.000 €, fällig in Woche 5. Der Kunde zahlt sechs Wochen zu spät. Was eine 13-Wochen-Planung dabei zeigt — und was eine Quartalsbetrachtung verschweigt.
Annahmen (runde Beispielzahlen): Kontostand zu Beginn 55.000 €. Laufende Zahlungseingänge 32.000 € pro Woche, Material und Lieferanten 12.000 € pro Woche. Miete und Fixkosten 10.000 € zum Monatsanfang, Umsatzsteuer-Vorauszahlung 15.000 €, Löhne samt Nebenkosten 95.000 € am Monatsende.
| Woche | Was passiert | Kontostand, Kunde zahlt pünktlich | Kontostand, Kunde zahlt 6 Wochen später |
|---|---|---|---|
| 1 | Miete und Fixkosten | 65.000 € | 65.000 € |
| 2 | Umsatzsteuer | 70.000 € | 70.000 € |
| 3 | — | 90.000 € | 90.000 € |
| 4 | Löhne | 15.000 € | 15.000 € |
| 5 | Miete; Rechnung des Großkunden fällig | 145.000 € | 25.000 € |
| 6 | Umsatzsteuer | 150.000 € | 30.000 € |
| 7 | — | 170.000 € | 50.000 € |
| 8 | — | 190.000 € | 70.000 € |
| 9 | Löhne | 115.000 € | −5.000 € |
| 10 | Miete | 125.000 € | 5.000 € |
| 11 | Umsatzsteuer; verspätete Zahlung kommt | 130.000 € | 130.000 € |
| 12 | — | 150.000 € | 150.000 € |
| 13 | Löhne | 75.000 € | 75.000 € |
Was die Tabelle zeigt: Am Ende des Quartals stehen beide Fälle bei 75.000 € — derselbe Endstand. Eine Quartals- oder Jahresplanung sieht deshalb nichts. Dazwischen fehlt in Woche 9 Geld für den Lohnlauf.
Was du in Woche 5 damit anfängst: Sobald die Zahlung ausbleibt, zeigt die Wochenplanung das Loch vier Wochen im Voraus. Zeit genug für drei Dinge:
- Beim Kunden nachfassen und eine Teilzahlung vereinbaren — jeder Euro vor Woche 9 zählt.
- Zwei Lieferantenzahlungen verschieben: Werden die Materialzahlungen aus Woche 7 und 8 im Einvernehmen auf Woche 11 gelegt, steht das Konto in Woche 9 bei 19.000 € statt bei −5.000 €. In Woche 11 kommt die Zahlung des Großkunden und deckt sie.
- Mit der Bank sprechen, bevor es eng wird: Wer den Kontokorrent für zwei Wochen mit einem Plan in der Hand anfragt, führt ein anderes Gespräch als jemand, der ihn am Lohntag braucht.
Dasselbe Beispiel in einer Software heißt: Die Rechnung steht als offener Posten mit Fälligkeit in der Planung, und sobald das Fälligkeitsdatum ohne Zahlungseingang verstreicht, rückt der Betrag nach hinten und der Kontoverlauf zeigt die neue Lücke.
Von Excel zur Liquiditätsplanungs-Software in vier Schritten
Der Umstieg dauert keinen Monat, sondern einen Nachmittag für die Grundlage und ein paar Wochen, bis die Planung sitzt.
- 1
Bankdaten importieren
Verbinde alle Geschäftskonten per PSD2. Die Software holt die Umsätze der letzten Monate; wie weit zurück, unterscheidet sich je Anbieter. Der Startsaldo kommt damit aus der Bank, nicht mehr aus der Tabelle.
- 2
Kategorien zuordnen
Die Zeilen deiner Excel-Tabelle werden Kategorien: Löhne, Miete, Material, Steuern, Kredite. Lege Regeln für wiederkehrende Buchungen an, bis kaum noch etwas unkategorisiert bleibt. Branchen-Vorlagen sparen hier Zeit.
- 3
13-Wochen-Forecast aufsetzen
Trag wiederkehrende Zahlungen, Steuertermine und große Einzelposten ein und hol die offenen Posten aus der Buchhaltung mit ihren Fälligkeiten dazu. Die ersten 13 Wochen plane wochenweise, danach reicht der Monat.
- 4
Plan-Ist-Vergleich einführen
Einmal pro Woche ansehen, wo Plan und Konto auseinanderlaufen. Liegt dieselbe Kategorie immer daneben, passe die Planwerte an. Wie man Abweichungen liest, steht unter Plan-Ist-Abweichung.
Wann Excel reicht: ein Konto, wenige wiederkehrende Posten, eine Person, die die Datei pflegt. Wann nicht mehr: mehrere Konten oder Gesellschaften, Szenarien, die mit den Ist-Zahlen mitlaufen sollen, oder mehr als eine Person in der Planung. Was eine Tabelle dann kostet, steht in Excel vs. Finanzplanungs-Software.
Liquiditätsplanung, Treasury-Management-System oder Buchhaltung?
Drei Werkzeuge, drei Fragen. Die Buchhaltung beantwortet, was war; die Liquiditätsplanung, was kommt; ein Treasury-Management-System, wie das Geld zwischen Banken, Gesellschaften und Währungen bewegt und abgesichert wird.
| Liquiditätsplanungs-Software | Treasury-Management-System | Buchhaltung (DATEV, sevdesk, Lexware Office) | |
|---|---|---|---|
| Frage | Reicht das Geld in den nächsten Wochen? | Wo liegt welches Geld, und wie bewege ich es? | Was ist passiert, steuerlich korrekt? |
| Blick | nach vorn | heute, mit Zahlungsverkehr | zurück |
| Kerndaten | Bankumsätze, offene Posten, Planwerte | Bankkonten, Zahlungen, Kredite, Währungen | Belege und Buchungen |
| Typische Nutzer | Geschäftsführung ohne Finanzteam | Treasury- oder Finanzabteilung | Buchhaltung und Steuerberater |
| Beispiele | finban, Commitly, Tidely | Agicap beschreibt sich selbst so | DATEV, sevdesk, Lexware Office |
Die Grenzen verschwimmen: Lexware Office hat in den Versionen L und XL ein Modul „Planung & Prognose“, das an die BWA gekoppelt ist; sevdesk bindet für die Liquiditätsplanung laut eigener Website Partner wie Agicap und Commitly an. Für eine Planung, die Woche für Woche mit den Bankkonten mitläuft, ist eine eigene Software trotzdem der übliche Weg.
Welche kostenlose Finanzsoftware gibt es?
Dauerhaft kostenlos sind für die Liquiditätsplanung vor allem Tabellen und die Grundstufen einzelner Anbieter: Google Sheets mit einer Vorlage, der kostenlose Plan von Trezy mit einem Bankkonto und die kostenlose Grundstufe von re:cap (Stand Oktober 2026).
Die meisten anderen Werkzeuge haben stattdessen eine Testphase: finban, Commitly und Companyon je 14 Tage ohne Zahlungsdaten, Helu 14 Tage mit eigenen Daten, Tidely 7 Tage nach einer kurzen Demo. Agicap und SWOT Controlling zeigen ihr Produkt über eine Produkt-Tour beziehungsweise einen Testzugang auf Anfrage.
Für einen kostenlosen Einstieg mit klarer Grenze: Starte mit einer unserer Excel-Vorlagen für die Liquiditätsplanung. Sobald du jede Woche Bankumsätze von Hand überträgst, ist die Tabelle zu teuer geworden — dann lohnt der Test einer Software mit deinen echten Konten.
Wie funktioniert eine Liquiditätsplanung?
Eine Liquiditätsplanung schreibt deinen Kontostand in die Zukunft fort: Startsaldo plus erwartete Einzahlungen minus erwartete Auszahlungen, Woche für Woche oder Monat für Monat. Das Ergebnis ist eine Linie, die zeigt, wann es eng wird — bevor es eng ist.
- Einzahlungen werden mit dem Datum angesetzt, an dem das Geld voraussichtlich kommt, nicht mit dem Rechnungsdatum. Genau dieser Unterschied macht den Plan wertvoll.
- Auszahlungen sind der stabile Teil: Löhne, Miete, Versicherungen, Kreditraten, Steuervorauszahlungen.
- Zwei Horizonte: 13 Wochen wochenweise für das operative Geschäft, 12 Monate monatsweise für Einstellungen, Investitionen und das Bankgespräch.
- Szenarien zeigen dieselbe Planung unter anderen Annahmen — etwa, wenn ein großer Kunde später zahlt, wie im Beispiel oben.
- Fortschreiben: Einmal pro Woche Ist gegen Plan, sonst wird aus der Planung eine Schätzung.
Software übernimmt dabei den Teil, der in Excel die meiste Zeit kostet: Bankumsätze einlesen, zuordnen und den Startsaldo täglich aktualisieren. Wie du eine Planung Schritt für Schritt aufbaust, steht unter Liquiditätsplanung erstellen; die Grundlagen im Leitfaden zur Liquiditätsplanung. Einen Plan über sechs Monate mit allen Zeilen zeigt das Liquiditätsplan-Beispiel.
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
- 1
Banken
Sind deine Banken angebunden, auch Sparkasse und Volksbank? Brauchst du EBICS?
- 2
Buchhaltung
Kommen offene Posten aus DATEV, Lexware Office oder sevdesk automatisch, per Datei oder gar nicht?
- 3
Planungsraster
Gibt es eine Wochenansicht für die nächsten 13 Wochen?
- 4
Gesellschaften
Brauchst du eine Sicht auf mehrere Gesellschaften, oder einen Konzernabschluss?
- 5
Datenschutz
Wo liegen die Daten — Deutschland, EU, Schweiz? Gibt es eine Zertifizierung nach ISO 27001?
- 6
Einstieg
Kannst du selbst testen, oder läuft der Weg über eine Demo? Steht der Preis auf der Website?
Die ausführliche Fassung mit allen Kriterien: Checkliste zur Auswahl einer Liquiditätsplanungssoftware. Wer mehrere Gesellschaften führt, findet die Abgrenzung zwischen Gruppensicht und Konzernabschluss unter Konsolidierungssoftware.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Liquiditätsplanungs-Software?
Die Spanne reicht von kostenlosen Grundstufen (Trezy, re:cap) über öffentliche Monatsabos, die nach Konten, Gesellschaften und Nutzern staffeln (finban, Commitly, Tidely, Companyon, TRESIO), bis zu Angeboten nur auf Anfrage (Agicap, Helu, SWOT Controlling). Die Preise von finban stehen auf der Preisseite; bei den anderen Anbietern führt der Quellen-Link im Vergleich oben zur Preisseite.
Welche Liquiditätsplanungs-Software ist die beste?
Keine ist für alle die beste — entscheidend ist, ob sie zu deiner Buchhaltung, deinen Banken und deiner Größe passt. Die Entscheidungshilfe oben ordnet das nach Lage: Selbstständige und kleine Teams, KMU mit DATEV, Gruppen, Konzernabschluss. Teste danach zwei Werkzeuge parallel mit deinen echten Konten.
Was ist der Unterschied zwischen einem Liquiditätsplanung-Tool und einer Liquiditätsplanungs-Software?
Keiner. Beide Begriffe meinen ein Programm, das Bankumsätze einliest und den Kontostand in die Zukunft fortschreibt. „Tool“ klingt kleiner, die Anbieter sind dieselben.
Reicht Excel für die Liquiditätsplanung?
Für ein Konto, wenige wiederkehrende Posten und eine Person, die die Datei pflegt, ja. Sobald mehrere Konten oder Gesellschaften dazukommen, Szenarien mitlaufen sollen oder du jede Woche Bankumsätze von Hand überträgst, kostet die Tabelle mehr Zeit, als eine Software kostet.
Brauche ich eine DATEV-Schnittstelle?
Nur, wenn du offene Posten oder Buchungen aus DATEV in der Planung brauchst — die Bankkonten laufen unabhängig von DATEV über die Bank. Die Anbieter lösen das unterschiedlich: per Datei-Import der offenen Posten (finban, Commitly), automatisch über ein Zusatzmodul (Tidely), über eine direkte Schnittstelle (Agicap) oder über die Summen- und Saldenliste für das Controlling (Companyon, Helu).
Wie sicher sind meine Bankdaten in einer Liquiditätsplanungs-Software?
Seriöse Anbieter greifen über PSD2 nur lesend auf deine Konten zu — dieselbe regulierte Schnittstelle, die auch Banking-Apps nutzen. Prüfe, wo die Daten liegen und ob der Anbieter oder sein Rechenzentrum nach ISO 27001 zertifiziert ist. finban speichert die Daten in Deutschland auf Servern in Frankfurt.
Wie lange dauert die Einrichtung?
Bei Werkzeugen zum Selbstanlegen stehen Konten und erster Forecast an einem Nachmittag; bis Kategorien und Planwerte sitzen, vergehen ein paar Wochen Fortschreiben. Bei Systemen mit Demo, Einführungsprojekt oder ERP-Anbindung dauert es entsprechend länger.
Kann ich mehrere Gesellschaften in einer Planung abbilden?
Ja, bei mehreren Anbietern: finban, Commitly, Tidely und Agicap zeigen mehrere Gesellschaften in einer gemeinsamen Sicht auf die Liquidität. Brauchst du einen Konzernabschluss nach HGB oder IFRS, ist das eine andere Aufgabe — dafür sind Systeme wie SWOT Controlling gebaut.
Wie oft sollte ich die Liquiditätsplanung aktualisieren?
Einmal pro Woche für die nächsten 13 Wochen, einmal pro Monat für den längeren Horizont. Mit automatischer Bankanbindung ist der Kontostand ohnehin tagesaktuell; die Woche ist für den Blick auf Abweichungen da.
Einzelvergleiche
Zwei Anbieter direkt nebeneinander, jeweils mit Funktionen, Zielgruppe und Grenzen:
- finban vs Agicap
- finban vs Commitly
- finban vs Tidely
- finban vs Companyon
- finban vs Helu
- finban vs re:cap
- finban vs SWOT Controlling
- finban vs TRESIO
- finban vs Trezy
- finban vs Adam
- finban vs Calxa
- finban vs Float
- finban vs Jedox
- finban vs Planful
- finban vs Pulse
- Tidely vs Agicap
- Tidely vs Commitly
- Commitly vs Agicap
Du willst es mit deinen eigenen Konten sehen? finban 14 Tage kostenlos testen — ohne Zahlungsdaten, der Test endet von selbst.