Liquiditätsplanung für Hersteller
Material vorfinanzieren, lange Produktionszyklen, Zahlungsziele von 30 bis 90 Tagen: So steuern produzierende Unternehmen ihre Liquidität.
14 Tage kostenlos testenHerausforderungen
Rohstoffe und Material müssen lange vor dem Verkauf bezahlt werden
Lange Produktionszyklen binden Kapital über Wochen und Monate
Zahlungsziele von 30 bis 90 Tagen — Kunden zahlen weit nach der Lieferung
Zwischen Materialeinkauf und Zahlungseingang liegen oft 90 bis 150 Tage
Rohstoffpreise für Stahl, Energie und Kunststoff schwanken stark
Maschinenausfälle kosten sofort und ungeplant
So hilft finban
Einkauf und Zahlungseingang zeitlich nebeneinander
Der Materialabfluss und der zugehörige Geldeingang stehen auf derselben Zeitachse — die Finanzierungslücke wird sichtbar, statt sich am Monatsende zu zeigen.
Produktionszyklen in der Vorschau
Wiederkehrende Abläufe lassen sich als geplante Zahlungen abbilden, sodass die Vorschau die Vorfinanzierung mitträgt.
Szenarien für Preise und Zahlungsmoral
Was macht ein Rohstoffpreisanstieg von 20 Prozent? Was, wenn ein Großkunde 90 statt 30 Tage zahlt? Beides als eigenes Szenario neben dem Basisfall.
Forderungen im Blick
Offene Posten aus der Buchhaltung laufen mit; Zahlungsverzug fällt auf, solange man noch reagieren kann.
Wichtigste Funktionen
Automatische Bankanbindung
Alle Kontobewegungen tagesaktuell
Cashflow-Prognose
Vorschau auf die nächsten Wochen und Monate
Szenarienplanung
Was-wäre-wenn nebeneinander durchrechnen
Vertragsmanagement
Wiederkehrende Kosten und Laufzeiten im Blick
Personalplanung
Gehälter, Freelancer und Neueinstellungen einplanen
Buchhaltungs-Integration
Verbunden mit Lexware Office, sevdesk und weiteren
Entdecke die ganze Liquiditätsplanungs-Software
Erfahre, wie finban Bankanbindung, Szenarien, Forecasting und Reporting in einem Tool vereint — gebaut für KMU, Freelancer und wachsende Unternehmen.
Produzierende Unternehmen stehen vor einer einzigartigen Cashflow-Herausforderung: Rohstoffe und Material müssen lange vor dem Verkauf bezahlt werden, Produktionszyklen binden Kapital, und Kunden zahlen erst nach Lieferung. Eine vorausschauende Liquiditätsplanung ist für Hersteller daher unverzichtbar.
Warum brauchen Hersteller eine Liquiditätsplanung?
| Herausforderung | Problem | Lösung |
|---|---|---|
| Materialkosten vorfinanzieren | Rohstoffe müssen vor Produktion bezahlt werden | Einkaufsplanung an Auftragseingang koppeln |
| Lange Produktionszyklen | Wochen/Monate zwischen Einkauf und Verkauf | Cashflow-Puffer kalkulieren |
| Zahlungsziele 30–90 Tage | Kunden zahlen erst weit nach Lieferung | Abschlagsrechnungen, Factoring prüfen |
| Maschinenausfälle | Ungeplante Reparaturen kosten sofort | Instandhaltungsbudget und Reserve |
| Rohstoffpreisschwankungen | Stahl, Energie, Kunststoff schwanken stark | Szenarien mit verschiedenen Preisen planen |
| Saisonale Nachfrage | Produktion muss auf Vorrat erfolgen | Liquiditätsreserve für Vorsaison aufbauen |
Typische Kostenstruktur eines Herstellers
| Kostenart | Anteil am Umsatz | Hinweis |
|---|---|---|
| Material & Rohstoffe | 30–50 % | Größter variabler Posten |
| Personal (Produktion) | 20–30 % | Schichtarbeit, Überstunden |
| Maschinen & Instandhaltung | 5–15 % | Abschreibungen + Reparaturen |
| Energie | 3–10 % | Stark branchenabhängig |
| Lager & Logistik | 3–8 % | Fertigware + Rohstoffe |
| Verwaltung & Vertrieb | 5–10 % | Büro, IT, Vertrieb |
| Gewinnmarge | 5–12 % | Branchentypisch moderat |
Der Produktions-Cashflow-Zyklus
| Phase | Zeitpunkt | Cashflow-Effekt |
|---|---|---|
| Materialeinkauf | T−60 | Großer Abfluss |
| Produktion | T−60 bis T0 | Personalkosten, Energie |
| Fertigstellung & Lagerung | T0 | Kapital gebunden |
| Auslieferung & Rechnung | T+7 | Umsatz verbucht |
| Zahlungseingang | T+37 bis T+97 | Geld kommt (30–90 Tage ZZ) |
Problem: Zwischen Materialeinkauf und Zahlungseingang liegen oft 90–150 Tage.
Liquiditätsplanung: Schritt für Schritt
1. Auftragseingang als Basis
Anders als im Handel oder bei SaaS beginnt die Planung beim Auftragseingang:
- Bestätigte Aufträge → sichere Einnahmen (mit Zahlungsziel)
- Offene Angebote → gewichtet nach Wahrscheinlichkeit
- Rahmenverträge → planbare Grundauslastung
2. Materialplanung und Einkauf
| Material-Strategie | Cashflow-Effekt | Risiko |
|---|---|---|
| Just-in-Time | Weniger gebundenes Kapital | Lieferengpass-Risiko |
| Lagerhaltung | Mehr gebundenes Kapital, aber sicher | Kapitalbindung |
| Rahmenverträge | Bessere Preise, planbar | Mindestabnahmen |
3. Szenarien durchspielen
- Was passiert bei 20 % Rohstoffpreisanstieg?
- Was, wenn ein Großkunde 90 statt 30 Tage zahlt?
- Was, wenn eine Maschine ausfällt und Produktion 2 Wochen stillsteht?
Wichtige KPIs für Hersteller
| KPI | Formel | Zielwert |
|---|---|---|
| Materialkosten-Quote | Materialkosten ÷ Umsatz | < 40 % |
| Cash Conversion Cycle | DIO + DSO − DPO | < 60 Tage |
| Working Capital | Umlaufvermögen − kurzfr. Verbindlichkeiten | Positiv |
| Auslastungsgrad | Tatsächliche ÷ max. Produktionskapazität | 75–90 % |
| Forderungslaufzeit (DSO) | Offene Forderungen ÷ (Umsatz ÷ 365) | < 45 Tage |
Wichtige Finanzsignale
finban überwacht diese Signale automatisch, damit du handeln kannst, bevor Probleme entstehen.
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