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Branche

Liquiditätsplanung für Hersteller

Material vorfinanzieren, lange Produktionszyklen, Zahlungsziele von 30 bis 90 Tagen: So steuern produzierende Unternehmen ihre Liquidität.

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Herausforderungen

Rohstoffe und Material müssen lange vor dem Verkauf bezahlt werden

Lange Produktionszyklen binden Kapital über Wochen und Monate

Zahlungsziele von 30 bis 90 Tagen — Kunden zahlen weit nach der Lieferung

Zwischen Materialeinkauf und Zahlungseingang liegen oft 90 bis 150 Tage

Rohstoffpreise für Stahl, Energie und Kunststoff schwanken stark

Maschinenausfälle kosten sofort und ungeplant

So hilft finban

1

Einkauf und Zahlungseingang zeitlich nebeneinander

Der Materialabfluss und der zugehörige Geldeingang stehen auf derselben Zeitachse — die Finanzierungslücke wird sichtbar, statt sich am Monatsende zu zeigen.

2

Produktionszyklen in der Vorschau

Wiederkehrende Abläufe lassen sich als geplante Zahlungen abbilden, sodass die Vorschau die Vorfinanzierung mitträgt.

3

Szenarien für Preise und Zahlungsmoral

Was macht ein Rohstoffpreisanstieg von 20 Prozent? Was, wenn ein Großkunde 90 statt 30 Tage zahlt? Beides als eigenes Szenario neben dem Basisfall.

4

Forderungen im Blick

Offene Posten aus der Buchhaltung laufen mit; Zahlungsverzug fällt auf, solange man noch reagieren kann.

Wichtigste Funktionen

Automatische Bankanbindung

Alle Kontobewegungen tagesaktuell

Cashflow-Prognose

Vorschau auf die nächsten Wochen und Monate

Szenarienplanung

Was-wäre-wenn nebeneinander durchrechnen

Vertragsmanagement

Wiederkehrende Kosten und Laufzeiten im Blick

Personalplanung

Gehälter, Freelancer und Neueinstellungen einplanen

Buchhaltungs-Integration

Verbunden mit Lexware Office, sevdesk und weiteren

Liquiditätsplanungs-Software

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Erfahre, wie finban Bankanbindung, Szenarien, Forecasting und Reporting in einem Tool vereint — gebaut für KMU, Freelancer und wachsende Unternehmen.

Zur Software

Produzierende Unternehmen stehen vor einer einzigartigen Cashflow-Herausforderung: Rohstoffe und Material müssen lange vor dem Verkauf bezahlt werden, Produktionszyklen binden Kapital, und Kunden zahlen erst nach Lieferung. Eine vorausschauende Liquiditätsplanung ist für Hersteller daher unverzichtbar.

Warum brauchen Hersteller eine Liquiditätsplanung?

HerausforderungProblemLösung
Materialkosten vorfinanzierenRohstoffe müssen vor Produktion bezahlt werdenEinkaufsplanung an Auftragseingang koppeln
Lange ProduktionszyklenWochen/Monate zwischen Einkauf und VerkaufCashflow-Puffer kalkulieren
Zahlungsziele 30–90 TageKunden zahlen erst weit nach LieferungAbschlagsrechnungen, Factoring prüfen
MaschinenausfälleUngeplante Reparaturen kosten sofortInstandhaltungsbudget und Reserve
RohstoffpreisschwankungenStahl, Energie, Kunststoff schwanken starkSzenarien mit verschiedenen Preisen planen
Saisonale NachfrageProduktion muss auf Vorrat erfolgenLiquiditätsreserve für Vorsaison aufbauen

Typische Kostenstruktur eines Herstellers

KostenartAnteil am UmsatzHinweis
Material & Rohstoffe30–50 %Größter variabler Posten
Personal (Produktion)20–30 %Schichtarbeit, Überstunden
Maschinen & Instandhaltung5–15 %Abschreibungen + Reparaturen
Energie3–10 %Stark branchenabhängig
Lager & Logistik3–8 %Fertigware + Rohstoffe
Verwaltung & Vertrieb5–10 %Büro, IT, Vertrieb
Gewinnmarge5–12 %Branchentypisch moderat

Der Produktions-Cashflow-Zyklus

PhaseZeitpunktCashflow-Effekt
MaterialeinkaufT−60Großer Abfluss
ProduktionT−60 bis T0Personalkosten, Energie
Fertigstellung & LagerungT0Kapital gebunden
Auslieferung & RechnungT+7Umsatz verbucht
ZahlungseingangT+37 bis T+97Geld kommt (30–90 Tage ZZ)

Problem: Zwischen Materialeinkauf und Zahlungseingang liegen oft 90–150 Tage.

Liquiditätsplanung: Schritt für Schritt

1. Auftragseingang als Basis

Anders als im Handel oder bei SaaS beginnt die Planung beim Auftragseingang:

  • Bestätigte Aufträge → sichere Einnahmen (mit Zahlungsziel)
  • Offene Angebote → gewichtet nach Wahrscheinlichkeit
  • Rahmenverträge → planbare Grundauslastung

2. Materialplanung und Einkauf

Material-StrategieCashflow-EffektRisiko
Just-in-TimeWeniger gebundenes KapitalLieferengpass-Risiko
LagerhaltungMehr gebundenes Kapital, aber sicherKapitalbindung
RahmenverträgeBessere Preise, planbarMindestabnahmen

3. Szenarien durchspielen

  • Was passiert bei 20 % Rohstoffpreisanstieg?
  • Was, wenn ein Großkunde 90 statt 30 Tage zahlt?
  • Was, wenn eine Maschine ausfällt und Produktion 2 Wochen stillsteht?

Wichtige KPIs für Hersteller

KPIFormelZielwert
Materialkosten-QuoteMaterialkosten ÷ Umsatz< 40 %
Cash Conversion CycleDIO + DSO − DPO< 60 Tage
Working CapitalUmlaufvermögen − kurzfr. VerbindlichkeitenPositiv
AuslastungsgradTatsächliche ÷ max. Produktionskapazität75–90 %
Forderungslaufzeit (DSO)Offene Forderungen ÷ (Umsatz ÷ 365)< 45 Tage