Was kostet Buchhaltung pro Monat? Preise & Kostenfaktoren im Überblick
Was Buchhaltung pro Monat kostet, hängt von Belegvolumen, Rechtsform und Leistungsumfang ab. Wir zeigen realistische Preisspannen für Software, Buchhaltungsbüro und Steuerberater – und wie du die Kosten senkst.
Marcus Smolarek
Gründer von finban
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Auf einen Blick: Was Buchhaltung pro Monat kostet, hängt von drei Dingen ab: deinem Belegvolumen, deiner Rechtsform und dem Leistungsumfang. Als grobe Orientierung: eine Buchhaltungssoftware kostet ca. 10–50 € im Monat, ein Buchhaltungsbüro oder Steuerberater für die laufende Buchführung je nach Umfang ca. 80–500 €. Dieser Beitrag schlüsselt die Kosten auf und zeigt, wie du sie senkst.
Was die Buchhaltungskosten bestimmt
Es gibt keinen pauschalen Monatspreis – die Kosten richten sich nach mehreren Faktoren:
- Belegvolumen: Je mehr Eingangs- und Ausgangsrechnungen, desto mehr Aufwand.
- Rechtsform: Eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist günstiger als die doppelte Buchführung mit Bilanz.
- Umsatz: Steuerberater rechnen nach der Vergütungsverordnung (StBVV) auf Basis des Gegenstandswerts ab – grob gesagt steigt die Gebühr mit dem Umsatz.
- Leistungsumfang: Nur laufende Buchführung? Oder zusätzlich Lohnabrechnung, Jahresabschluss und Beratung?
- Digitalisierungsgrad: Wer Belege digital und strukturiert liefert, senkt den Aufwand – und damit die Kosten.
Buchhaltungskosten pro Monat im Überblick
Die folgenden Werte sind Richtwerte – der genaue Preis hängt immer vom Einzelfall ab:
| Modell | Monatliche Kosten (Richtwert) | Geeignet für |
|---|---|---|
| Buchhaltungssoftware (selbst machen) | ca. 10–50 € | Solo-Selbstständige, einfache EÜR |
| Buchhaltungsbüro (laufende Buchführung) | ca. 80–300 € | KMU mit überschaubarem Belegvolumen |
| Steuerberater (laufende Buchführung) | ca. 100–500 € | bilanzierende Unternehmen, GmbH |
| Lohnabrechnung (zusätzlich) | ca. 10–25 € je Mitarbeiter | Unternehmen mit Personal |
Wichtig: Der Jahresabschluss bzw. die EÜR und die Steuererklärung werden meist separat einmal jährlich abgerechnet und sind in den monatlichen Werten oben nicht enthalten.
Was kostet der Steuerberater wirklich?
Steuerberater dürfen nicht frei kalkulieren, sondern rechnen nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) ab. Für die laufende Finanzbuchführung liegt die Gebühr in einem Rahmen (zwischen einem Zehntel und sechs Zehnteln der vollen Gebühr), berechnet auf den Gegenstandswert – in der Regel den höheren Wert aus Jahresumsatz oder Jahresaufwand. Praktisch heißt das: Mehr Umsatz und mehr Belege bedeuten höhere monatliche Kosten. Ein individuelles Angebot lohnt sich daher immer.
Selbst machen, auslagern oder hybrid?
Die Kostenfrage hängt eng mit dem Modell zusammen:
- Selbst mit Software: am günstigsten in Euro, kostet aber deine Zeit und setzt Wissen voraus.
- Komplett auslagern: teurer, dafür weniger Aufwand und fachlich sicher.
- Hybrid: Du erfasst digital im Haus, die Kanzlei übernimmt Abschluss und knifflige Fragen – oft das beste Verhältnis aus Kosten, Transparenz und Aufwand.
Welches Modell zu dir passt, vertiefen wir in Buchhaltung auslagern.
So senkst du deine Buchhaltungskosten
Der größte Hebel ist die Digitalisierung. Wer Belege digital, vollständig und zeitnah liefert, reduziert den Aufwand bei Kanzlei oder Dienstleister spürbar:
- Belege automatisch erfassen statt sammeln (siehe Belege digitalisieren)
- Routineaufgaben automatisieren (siehe Buchhaltung automatisieren)
- Eine günstigere, moderne Software statt teurer Altlösungen (siehe DATEV-Alternativen)
- Sauberes Setup von Anfang an (siehe Buchhaltung einrichten)
Lieber abgeben statt selbst machen? finban Consulting baut deine Buchhaltung sauber, digital und branchenspezifisch auf — zu festen Paketpreisen statt Stundensätzen, damit du deine Kosten von Anfang an kennst. Mehr zur Buchhaltungs-Beratung →
Buchhaltungskosten sind nur die halbe Miete
Selbst die günstigste Buchhaltung zeigt dir nur die Vergangenheit. Was sie nicht beantwortet: Reicht mein Geld in den nächsten Wochen? Genau dafür gibt es eine Liquiditätsplanungs-Software, die deine Bankkonten automatisch anbindet und dir tagesgenau zeigt, wie lange deine Liquidität reicht. So weißt du nicht nur, was die Buchhaltung kostet – sondern auch, ob du sie dir gerade leisten kannst.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet Buchhaltung pro Monat für ein kleines Unternehmen?
Als Richtwert: 10–50 € für eine Software bei Selbermachen, 80–500 € für ein Buchhaltungsbüro oder einen Steuerberater bei der laufenden Buchführung. Der genaue Preis hängt von Belegvolumen, Rechtsform und Leistungsumfang ab.
Sind Buchhaltungskosten steuerlich absetzbar?
Ja. Kosten für Software, Buchhaltungsbüro und Steuerberater sind Betriebsausgaben und mindern deinen Gewinn.
Wie kann ich Buchhaltungskosten senken?
Vor allem durch Digitalisierung: Belege automatisch erfassen, Routinen automatisieren und strukturiert an die Kanzlei übergeben. Ein hybrides Modell aus digitaler In-House-Buchhaltung und Buchhaltungs-Beratung bzw. Steuerberater ist oft am wirtschaftlichsten.