Planung & Forecasting
Wenn du dich schon bei Liquiditätsplanung auskennst, dann kannst du das erste Kapitel des Artikels überspringen.
Bei der Liquiditätsplanung geht es grundsätzlich um zwei Dinge: Einerseits triffst du Annahmen über die Zukunft, also Planwerte wie Plankosten/Budgets - das sind deine Soll-Werte. Andererseits beobachtest du, wie sich die Realität tatsächlich entwickelt – das sind deine Ist-Werte.
Konkret bedeutet das: Du vergleichst dein Soll mit deinem Ist. Bildlich kannst du dir das wie zwei Balken vorstellen, die einander gegenübergestellt werden und miteinander verglichen werden – so wird es auch häufig grafisch dargestellt (Soll-Ist-Vergleich).
Budgets: In finban sind deine Soll-Werte als Budgets abgebildet.
Gebucht: Deine Ist-Werte entsprechen den Banktransaktionen, die du in finban unter dem Begriff „gebucht“ findest.
Offene Posten: Als dritte Kategorie kommen die offenen Posten hinzu. Diese gehen über reine Annahmen hinaus, da sie bereits auf konkreten Vorgängen beruhen – etwa auf einer Rechnung, die du an eine Kundin oder einen Kunden gestellt hast und bei der du davon ausgehst, dass sie bezahlt wird. Auch Angebote, die du über dein Buchhaltungs- oder Rechnungsprogramm versendet hast, können in finban als offene Posten übernommen werden.
finban berücksichtigt offene Posten so, als würde das Geld im jeweils relevanten Monat bereits zufließen, sodass erwartete Einzahlungen frühzeitig in die Liquiditätsplanung einfließen. Sobald ein offener Posten im Buchhaltungsprogramm als „gebucht“ gekennzeichnet wird, gilt der Zahlungseingang als tatsächlich erfolgt. Ab diesem Zeitpunkt wird der offene Posten in finban nicht mehr separat in der Liquiditätsberechnung berücksichtigt, sondern durch die entsprechende Banktransaktion ersetzt.
Gebucht
Offene Posten
Budgets
Banktransaktionen, die tatsächlich stattgefunden haben und die Ist-Werte abbilden.
Zahlungen, die nicht nur Annahmen sind, sondern bereits auf konkreten Vorgängen wie Angeboten, Rechnungen oder Deals beruhen.
Planwerte und Annahmen über die Zukunft, die als Soll-Werte dienen.
In diesem Kapitel geben wir dir einen kurzen Überblick über das Thema Budgets.
Einfach gesagt sind Budgets deine geplanten Kosten und Einnahmen. Wenn du zukünftige Werte annehmen und in deine Planung aufnehmen möchtest, kannst du diese in finban in Form von Budgets abbilden.
Budgets lassen sich in finban auf unterschiedliche Weise erstellen. Du kannst sie über folgende Seiten und Funktionen anlegen:
Einzelbudgets oder wiederkehrende Budgets über einen Klick in die jeweilige Zelle des Monats/Kategorie (erklärt weiter unten)
Es gibt auf der einen Seite die Möglichkeit unter Planung ein Budget zu erstellen.
In diesem Beispiel möchte ich ein Budget in Auszahlungen erstellen:
Dabei kannst du Budgets erstellen, die nur einmal vorkommen. Oder du erstellst ein wiederkehrendes Budgets, dessen Taktung/Einstellungen du beliebig festlegen kannst.
Sobald das jeweilige Monat deines Budgets erreicht ist, vergleicht finban die Ist-Zahlen (Banküberweisungen) in der Kategorie, in der das Budget angelegt wurde, mit den Soll-Zahlen (Budgets) und stellt die tatsächlichen Ausgaben bzw. Einnahmen den geplanten Werten gegenüber.
Auf dem nachfolgenden Screenshot siehst du den Eintrag eines vergangenen Monats. Bei diesem Beispiel haben die Banktransaktionen Einzahlungen in Höhe von 3.271 € ausgemacht. Die 109,03 % die grün hervorgehoben sind, stellen dar, wie sich der Ist-Wert (3.271 €) zum Soll-Wert (Budget) verhält. In diesem Fall wurden 9,03 % mehr Einzahlungen generiert als angenommen.
Nachprüfbar ist das über einen Klick in die Zelle
Nachfolgend siehst du, wie sich die Einzahlungen zusammensetzen. Dabei werden wird dir auch die Zahl mit zwei Nachkommastellen dargestellt - in diesem Fall 3.270,99 €.
Du kannst auch das Budget über einen Klick auf Budgets einsehen.
Ist-Wert 3.270,99 / Soll-Wert 3.000 = 109,03%