DATEV Rechnungswesen: Was es ist und wie es funktioniert

DATEV ist der Standard zwischen Unternehmen und Steuerberatern. Wir erklären, was DATEV Rechnungswesen umfasst, wie die Zusammenarbeit mit der Kanzlei abläuft und welche Bausteine du als Unternehmen wirklich brauchst.

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DATEV Rechnungswesen: Was es ist und wie es funktioniert
Marcus Smolarek

Marcus Smolarek

Gründer von finban

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Auf einen Blick: „DATEV Rechnungswesen" steht für das Software-Ökosystem, mit dem Steuerberater und Unternehmen ihre Buchhaltung führen und austauschen. Als Unternehmen arbeitest du meist über DATEV Unternehmen online, deine Kanzlei über die DATEV-Kanzlei-Software. Dieser Beitrag erklärt die Bausteine, den Datenfluss und was du wirklich brauchst.

Was ist DATEV Rechnungswesen?

DATEV ist eine Genossenschaft der steuerberatenden Berufe und stellt die in Deutschland am weitesten verbreitete Software für Buchhaltung und Rechnungswesen bereit. „DATEV Rechnungswesen" ist dabei kein einzelnes Produkt, sondern ein Bündel an Programmen, das von der Belegerfassung über die laufende Buchführung bis zum Jahresabschluss reicht.

Für dich als Unternehmen ist vor allem relevant, wie deine Daten zur Kanzlei kommen – und wie du selbst Einblick behältst.

Symbolbild: digitale Buchhaltung und Rechnungswesen mit DATEV am Arbeitsplatz

Die wichtigsten Bausteine

BausteinWer nutzt esWofür
DATEV Unternehmen onlineUnternehmenBelege hochladen, Bank anbinden, Rechnungen schreiben
DATEV Mittelstand / RechnungswesenUnternehmen mit eigener BuchhaltungBuchführung, Auswertungen, Faktura im Haus
DATEV Kanzlei-RechnungswesenSteuerberaterVerbuchung, Abschluss, Steuererklärung

Die meisten kleinen Unternehmen brauchen nur DATEV Unternehmen online: Belege digital erfassen, Bankumsätze anbinden – die eigentliche Verbuchung übernimmt die Kanzlei.

So läuft die Zusammenarbeit ab

  1. Du erfasst deine Belege digital (Foto, Upload, Schnittstelle) – siehe Belege digitalisieren.
  2. Die Daten landen in DATEV Unternehmen online, deine Bankumsätze fließen automatisch ein.
  3. Deine Kanzlei verbucht alles im DATEV-Rechnungswesen auf Basis eures Kontenrahmens (SKR03 oder SKR04).
  4. Du erhältst Auswertungen wie die BWA und am Jahresende den Jahresabschluss.

Brauche ich überhaupt DATEV?

Nein – DATEV ist nicht verpflichtend. Es ist nur deshalb so verbreitet, weil die meisten Steuerberater damit arbeiten. Es gibt moderne Alternativen mit DATEV-Export, die das Selbermachen einfacher machen. Welche das sind und wann sich der Umstieg lohnt, liest du in DATEV-Alternativen. Den Zugang selbst richtest du wie in DATEV-Konto erstellen beschrieben ein.

Lieber abgeben statt selbst machen? finban Consulting baut deine Buchhaltung sauber, digital und branchenspezifisch auf — von der Kontenstruktur über die automatische Belegerfassung bis zur Schnittstelle zum Steuerberater. Mehr zur Buchhaltungs-Beratung →

Vom Rechnungswesen zur Steuerung

DATEV-Rechnungswesen liefert dir saubere Vergangenheitsdaten – die BWA zeigt, wie der letzte Monat lief. Für die Zukunft brauchst du mehr: einen Forecast. Genau hier setzt eine Liquiditätsplanungs-Software an, die deine Bankkonten in Echtzeit anbindet und dir zeigt, wie sich dein Cashflow entwickelt. So ergänzt sich das rückblickende Rechnungswesen mit einem vorausschauenden Liquiditätsblick.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen DATEV Unternehmen online und DATEV Mittelstand?

DATEV Unternehmen online ist für die Belegerfassung und Zusammenarbeit mit der Kanzlei gedacht. DATEV Mittelstand richtet sich an Unternehmen, die ihre Buchführung selbst im Haus erledigen wollen.

Kostet DATEV für Unternehmen extra?

Ja, für DATEV Unternehmen online fallen Gebühren an, die meist über die Kanzlei abgerechnet werden. Die genauen Kosten hängen von Modulen und Belegvolumen ab.

Verarbeitet DATEV auch E-Rechnungen?

Ja. Wie elektronische Rechnungen in DATEV ankommen, geprüft und archiviert werden, liest du in Elektronische Rechnungen in DATEV.